Merkmale:
schwarzes, violett schillerndes Gefieder; die grauweissen Flecken im Gesicht und an der Schnabelwurzel fehlen einjährigen Vögeln noch; beide Geschlechter gleich; ruft heiser und nasal "geaah", "gäääh"; der Lärm in einer Kolonie ist oft ohrenbetäubend.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 2000-3000 (2005-2007) | Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet |
Zugverhalten:
Standvogel, Wintergast |
| Grösse (cm):
46 |
Gewicht (g):
460-520 |
Gelegegrösse:
2-6 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
18 |
Nestlingsdauer (Tage):
30 |
| Nahrung:
Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel Rabenvögel |
Lebensraum:
Kulturland, Siedlungen |
Saatkrähen gehören zu den geselligsten Vögeln. Obwohl sie in dauernder Gemeinschaft leben, stets in Kolonien nisten und ihre Nahrung in Scharen gemeinsam suchen, sind sie doch sehr auf ihr Revier - das kleine Gebiet um ihr Nest - bedacht. Die Pärchen greifen jeden Eindringling an und vertreiben ihn. Sie stehlen aber auch Halme aus Nachbarnestern, wenn deren Besitzer unterwegs sind. Seit hundert Jahren hat die Saatkrähe ihr Brutgebiet langsam auszudehnen vermocht. In der Schweiz, die am Südrand ihres Verbreitungsareals liegt, erfolgte 1963 der erste Brutversuch. 1996 zählte man bereits 750 Brutpaare aus 43 Kolonien. Mehr als die Hälfte des schweizerischen Brutbestands lebt im städtischen Raum, vor allem in Basel und in Bern. Eindrücklich sind die grossen Saatkrähenschwärme, die jeweils im Oktober und Anfang November durch die Schweiz (überwiegend durch das Mittelland) ziehen und die aus Hunderten oder Tausenden von Vögeln bestehen können. Das für diese Art bedeutendste schweizerische Überwinterungsgebiet ist die Umgebung von Basel, wo rund 10´000 Saatkrähen die kälteste Zeit des Jahres verbringen. Beim Balzen krächzt und verbeugt sich das Männchen vor dem Weibchen, das auf einem Baumwipfel sitzt, und füttert es. Das tut es übrigens auch, wenn das Weibchen brütet. Im Herbst sieht man Saatkrähen Luftsprünge machen, sich drehen und wenden und kopfüber zum Sturzflug ansetzen. Diese Flugakrobatik hat mit der Balz offenbar nichts zu tun.
