Zilpzalp

Pouillot véloce - Common Chiffchaff

Phylloscopus collybita

Zilpzalp

© Alain Saunier



Merkmale:
Gefieder oberseits olivbraun, unterseits gelbbeige; im Gegensatz zum ähnlichen Fitis meist dunkle Beine sowie kürzere Flügel; Gesang unverkennbar "zilp-zalp, zilp-zalp...".


Zugverhalten Zilpzalp
Bestand in der Schweiz (Paare): 200'000-300'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher
Grösse (cm):
11
Gewicht (g):
6-9
Gelegegrösse:
4-7
Brutort:
Boden, Gebüsch
Brutdauer (Tage):
12-15
Nestlingsdauer (Tage):
13-14
Nahrung:
Insekten, Spinnen
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken
Lebensraum:
Wald, Siedlungen


Zilpzalp und Fitis ähneln sich sehr, sind aber an ihren Stimmen leicht voneinander zu unterscheiden. Den Gesang des Zilpzalp zeichnet ein monotones hohes "Zilpzalp" aus - manchmal mit eingeschobenem, leisem "Tzr-tzr-tzr", das nur auf kurze Entfernung zu hören ist. Das flüssige Lied des Fitis erinnert entfernt an den Buchfinkenschlag, ist aber weicher, langsamer und klingt wehmütiger. Der Zilpzalp singt ab Anfang, der Fitis ab Ende März. Im Gegensatz zum Fitis singt der Zilpzalp auch im Herbst vor dem Wegzug wieder. Beide rufen "huit"; dieser Ruf wird jedoch vom Zilpzalp einsilbig betont. Der Fitis erreicht bei uns seine südliche Verbreitungsgrenze und brütet nur auf der Alpennordseite. Am liebsten lebt er in Gebüschreihen in Gewässernähe oder in Auenwäldern, doch findet man ihn auch in anderen Wäldem und in Parks. Der Zilpzalp ist weniger wählerisch und besiedelt fast jeden Wald bis gegen die Baumgrenze. Er ist deshalb einer der verbreitetsten Brutvögel der Schweiz. Der Fitis bevorzugt die Strauchregion, der Zilpzalp hält sich lieber in Bäumen auf, da er zum Singen einen erhöhten Sitzplatz braucht. Der Zilpzalp überwintert in der Regel im Mittelmeerraum; in milden Wintern harrt er in kleiner Zahl auch bei uns aus. Der Fitis zieht nach Afrika. Beide Vögel werben meist nur mit einem langsamen Balzflug. Der Fitis baut sein Nest versteckt am Boden, der Zilpzalp fast immer etwas erhöht in niedrigem Gebüsch.