Merkmale:
Oberseite einfarbig mausgrau, jedoch mit gestricheltem Kopf; Unterseite hell, mit Strichelung auf Brust und entlang der Flanken; Jungvögel haben Flecken an der Brust und auf dem Rücken; aufrechte Haltung; wirkt meist nervös und zuckt häufig mit dem Schwanz; beide Geschlechter gleich.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 30'000-60'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Langstreckenzieher |
| Grösse (cm):
14 |
Gewicht (g):
13-19 |
Gelegegrösse:
4-5 |
| Brutort:
Bäume, Gebäude |
Brutdauer (Tage):
12-14 |
Nestlingsdauer (Tage):
11-15 |
| Nahrung:
Insekten, Spinnen |
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken |
Lebensraum:
Siedlungen, Obstgärten, Wald |
Der Grauschnäpper ist so unscheinbar, und sein Gesang ist so unaufdringlich, dass er im Garten oft gar nicht bemerkt wird. Man erkennt ihn leicht daran, wie er Fliegen fängt. Er sitzt aufrecht in exportierter Lage auf einem Zaun, Zweig oder Ast und stürzt sich plötzlich in die Luft, um die erspähte Beute zu erhaschen. Oft muss er sich im Fluge drehen und wenden, dann schnappt sein Schnabel hörbar zu. Meist kehrt er wieder an den Ausgangspunkt zurück oder sucht sich in der Nähe eine neue Warte. Auch Grasmücken und andere kleine Singvögel fangen bisweilen auf diese Weise Insekten, aber nur der gewandte Grauschnäpper kann auf diese Art seinen ganzen Nahrungsbedarf decken. Der Grauschnäpper gehört zu den spätesten Sommergästen und trifft erst im Mai an seinem Brutplatz ein; schon Ende August und Anfang September zieht er wieder weg. Ausser Gärten und Parkanlagen besiedelt er auch lichte Wälder, Obstkulturen, Alleen, Feldgehölze und baumbestandenes Weideland. Auf der Alpennordseite steigt der Grauschnäpper nur selten über 1200 m, im sonnigen Wallis haben Ornithologen hingegen Bruten bis auf 2000 m Höhe gefunden. Häufig ruft der Grauschnäpper unmelodisch und scharf "pst". Wenn er warnt, zuckt er gleichzeitig aufgeregt mit den Flügeln und macht daher einen sehr nervösen Eindruck.
