Haussperling

Moineau domestique - House Sparrow

Passer domesticus

Haussperling

© Jean-Paul Luthy



Merkmale:
Männchen mit schwarzem Kehllatz; Scheitel und Bürzel grau; Schulterfedern rotbraun; Flügelbinden weiss; kräftiger als der Feldsperling; Weibchen graubraun mit gestreiftem Rücken; einfach tschilpende oder ratternde Rufe.


Zugverhalten Haussperling
Bestand in der Schweiz (Paare): 400'000-500'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
14
Gewicht (g):
22-32
Gelegegrösse:
4-6
Brutort:
Gebäude, Baum- und andere Höhlen
Brutdauer (Tage):
12-14
Nestlingsdauer (Tage):
13-17
Nahrung:
Samen, Insekten
Vogelgruppe:
Singvögel Sperlinge & Ammern
Lebensraum:
Siedlungen


Wie keine andere Vogelart ist der Haussperling (Spatz) ein Begleiter des Menschen und seiner Haustiere geworden, in deren Nähe er stets reichlich Nahrung findet. Heutzutage brütet er überall dort, wo sich Menschen das ganze Jahr über aufhalten. Die Entwicklung des Wintertourismus hat es ihm erlaubt, auch in die Bergtäler einzudringen: In jüngerer Zeit hat man Bruten bis auf eine Höhe von 2300 m nachweisen können. Als blinder Passagier auf Schiffen folgte er dem Menschen hinaus in die ganze Welt oder wurde bewusst in fremden Ländern eingebürgert. Heute ist der Haussperling in Nordamerika, Australien, Neuseeland, Südafrika und Teilen Südamerikas ebenso häufig anzutreffen wie bei uns. Er bleibt fast das ganze Jahr über in der Nähe von Häusern. Nur im Sommer zieht er vorübergehend auf die Getreidefelder. Hier können sich an günstigen Nahrungsquellen grosse Trupps bilden. Abends werden gemeinsame Schlafplätze in Bäumen, Gebüschen oder Gebäudenischen aufgesucht. Aus abwechslungsreichen Lauten wie "tschirp" oder "tschiep" und "schilp schelp" bildet der Sperling einen unvollständigen Gesang. Den wichtigsten Teil der Balz, den Spatzentanz, beginnt meist ein einzelner Spatz, der sich vor einer Spätzin produziert und verbeugt. Kommt er ihr zu nahe, hackt sie gelegentlich nach ihm. Allmählich sammeln sich weitere Spatzen aus der Nähe, nehmen am Tanz teil und schilpen laut, bis die Spätzin davonfliegt und die ganze Schar ihr folgt. Durch die intensive Nutzung der Agrarlandschaft und den fehlenden Nistgelegenheiten an sanierten oder neuen Gebäuden wird in Mitteleuropa zum Teil ein starker Rückgang festgestellt. Dies ist ein ernst zu nehmendes Signal für die verschlechterten Umweltbedingungen auch von "Allerweltsarten".