Merkmale:
gelblichgrünes Gefieder mit dunklen Streifen an Rücken und Flanken; viel Gelb in der Flügelbinde und auf den Schwanzkanten; beim Männchen Kehllatz und Scheitel schwarz; Weibchen und Jungvögel mehr graugrün und kräftiger gestreift.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 5000-10'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Invasionsvogel |
| Grösse (cm):
12 |
Gewicht (g):
10-14 |
Gelegegrösse:
3-5 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
13 |
Nestlingsdauer (Tage):
15 |
| Nahrung:
Samen |
Vogelgruppe:
Singvögel Finken |
Lebensraum:
Nadelwald, Siedlungen |
Dieser kleine, gelbgrüne Finkenvogel wurde früher gern im Käfig gehalten. Er ist - ähnlich wie der Fichtenkreuzschnabel - ein unsteter Vogel. Am ehesten sieht man den Zeisig im Winter, wenn er in grösseren und kleineren Trupps in Erlen oder Birken herumturnt. Er ähnelt dem Girlitz, hat aber wie der Grünfink gelbe Schwanzkanten und Gelb im Flügel, das Männchen trägt eine schwarze Kopfplatte. Sein in Nadelbaumzweigen verborgenes Nest, das meist in einer Höhe von über 6 Metern angelegt wird, ist nur schwer zu entdecken. Bei uns brütet er in stark schwankender Zahl im Jura, in den Alpen und Voralpen. In den Wäldern des Mittellandes pflanzt er sich nur in Einzelpaaren fort. Der Erlenzeisig brütet schon früh im Jahr; bereits in den ersten Märztagen sind bebrütete Gelege gefunden worden, sogar an der oberen Waldgrenze. Seinen Gesang, eine Reihe lieblicher, zwitschernder Töne, hört man von Mitte Februar bis Ende Mai. Beim Balzen jagt das Männchen das Weibchen und nimmt vor ihm mit geplusterten Federn und ausgespreizten Flügeln eine Imponierstellung ein. Beim Revierflug kann man es über dem Brutplatz beobachten. Sonst sieht man Erlenzeisige in der Brutzeit nur selten. Im Herbst und Winter ist er leichter zu beobachten, wenn er in kleinen Trupps an zäpfchenbehangenen Erlen nach Nahrung sucht. Als leichter, gewandter Vogel turnt er, den kleinen Meisen ähnlich, an den äussersten Zweigen.
