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Jahresbericht 2011
Der Col de Bretolet im Unterwallis wird jeden Herbst von Abertausenden von Zugvögeln überquert und bietet daher einzigartige Bedingungen zur langfristigen Überwachung des Zuggeschehens des Vogelzugs in den Alpen.
Die Beringungsstation Col de Bretolet dient
Jeden Herbst von Anfang August bis gegen Ende Oktober werden auf dem Col
de Bretolet durchziehende Kleinvögel gefangen, beringt, vermessen und
wieder freigelassen. Von jedem Vogel werden Ringnummer, Art, Geschlecht,
Alter, Datum, Uhrzeit, Mauserzustand, Fettreserven, Muskelzustand,
Flügellänge und Gewicht protokolliert. In Nächten mit Nebel können auch
nachts ziehende Vögel mit Scheinwerfern angelockt und gefangen werden.
Einmalig an der Beringungsstation auf dem Col de Bretolet ist die Möglichkeit, nachts ziehende Vögel in grosser Zahl zu fangen. Zu den Besonderheiten gehört auch das bis 1958 zurückreichende Datenmaterial, das erlaubt, langfristige Veränderungen im Zugverhalten zu analysieren. Im Weiteren werden auf dem Col de Bretolet Vogelarten gefangen, die anderswo kaum erfasst werden.
Die alpine Station auf dem Col de Bretolet dient nicht nur der Vogelzugforschung. Auch Fledermäuse verfangen sich in den Netzen. Und die Erforschung der Wanderungen von Insekten hat eine lange Tradition. Nachtfalter und Schwebfliegen ziehen zu Abertausenden über den Alpenpass.
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