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Lebensraumverbundsystem Wauwilermoos

Die Wauwiler Ebene erhält Schritt für Schritt ihren Charakter als Feuchtgebiet zurück. Bedrohte Vogelarten wie der Kiebitz erhalten damit ihren Lebensraum zurück.

Lebensraumverbundsystem Wauwilermoos

Ziele

Im Mittelland gilt es, durch einen sachgerechten ökologischen Ausgleich den Vogelarten des Kulturlandes eine neue Chance zu bieten. In der Wauwiler Ebene soll ausgetestet werden, welche Massnahmen in der offenen Kulturlandschaft eines intensiv genutzten "Mischwirtschaftsgebietes" (Tierzucht, Milchwirtschaft, Ackerbau) erfolgsversprechend sind und wie sie im Rahmen des Beitragssystems des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) abgegolten werden könnten.

Vorgehen

Mit Hilfe eines Vernetzungsprojekts, das von den umliegenden Gemeinden getragen wird und in welchem die Schweizerische Vogelwarte die Projektleitung innehat, sollen möglichst viele spezifische Massnahmen für den Schutz von Vogelarten des eher feuchten offenen Kulturlandes (z.B. Kiebitz, Sumpfrohrsänger) umgesetzt werden. Dabei ist das Schaffen temporär vernässter Standorte besonders wichtig.

Ergebnisse









Inzwischen wurde die erste, sechsjährige Projektphase abgeschlossen. Der Anteil der naturnahen Lebensräume hat seit Projektbeginn von 4,4 % auf 6,7 % (2008) zugenommen. Den grössten Flächenzuwachs erreichten die artenreichen Wiesen (von 12 auf 33.6 ha, verteilt auf 60 Parzellen. Ebenfalls stark zugenommen (von 8 auf 28) haben die stehenden Kleingewässer (Teiche, Tümpel, Weiher). Die Anzahl der Hecken hat sich von 55 auf 95 gesteigert. Die Zielorganismen reagierten positiv auf diese Veränderungen. So hat die Goldammer stark zugenommen, bei Sumpfrohrsänger, Feldlerche, Kiebitz und Feldhase konnte der vorherige Negativtrend gestoppt werden. Ihre Bestände stabilisierten sich, wenn auch auf teilweise geringem Niveau.

Welche Vogelarten wurden in der Wauwiler Ebene seit 1999 beobachtet?

Im Reservat Wauwiler Moos wurden im Winter 2009/10 Pumpteiche von ca. 3 ha Fläche geschaffen. Dafür wurde ein Kanal ausgehoben und das Aushubmaterial an dessen Ufer als Damm deponiert. Im Sommerhalbjahr wird die so entstandene Fläche mit Wasser gefüllt. Das Wasser stammt von der Entwässerung des Landwirtschaftsgebietes und wird mittels einem Pumpwerk in den Teich gefüllt. Zu den Zugzeiten der Watvögel kann das Wasser teilweise, im Winter ganz abgelassen werden, damit das Schilf in den Poldern gemäht werden kann. Die Baggerarbeiten im Sumpfgebiet benötigten viel Fach- und Ortskenntnis, sowie Fingerspitzengefühl, denn der Boden ist sehr „lebendig“. Mit diesen Massnahmen werten wir das Reservat für Sumpf- und Wasservögel stark auf. Diese Arbeiten wurden aus dem Bundes-Investitionsprogramm finanziert.

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