
Ungefähr 2/3 aller Zugvögel ziehen nachts und fliegen in grossen Höhen, so dass aufmerksame Naturbeobachtende nur in einzelnen Nächten die Zugrufe zu hören bekommen. Die Beobachtung der hell leuchtenden Mondscheibe mit einem Fernrohr erlaubt eine Abschätzung des nächtlichen Vogelzuges.
Beobachtet man nachts die hell leuchtende Mondscheibe durch ein Fernrohr, so kann man von Zeit zu Zeit einen Vogel vorbei fliegen sehen. Die Anzahl der Vögel, die man innerhalb eines bestimmten Zeitraumes vorbei fliegen sieht, korreliert mit der aktuellen Intensität des Vogelzuges.
Unter http://mond.vogelwarte.ch können Nutzer ihre Beobachtungen automatisch auswerten lassen. Dort finden Sie auch weitere Details zur Vorgehensweise, Exaktheit oder Methode, etc.
Für Gebiete, aus denen über den Vogelzug kaum etwas bekannt ist, liefert die Mondbeobachtung erste Hinweise auf den Ablauf des nächtlichen Vogelzuges. Die wenig aussagekräftige Einzelbeobachtung gewinnt im Zusammenhang mit anderen Beobachtungen wesentlich an Bedeutung.
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Liechti, F. (2003):
Calibrating the moon-watching method - chances and limits.
Zehtindjiev, P. & F. Liechti (2003):
A quatitative estimate of the spatial and temporal distribution of nocturnal bird migration in south-eastern Europe - a coordinated moon-watch study.
Liechti, F., D. Peter, R. Lardelli & B. Bruderer (1996):
Die Alpen, ein Hindernis im nächtlichen Breitfrontzug - eine grossräumige Übersicht nach Mondbeobachtungen.
Liechti, F., D. Peter, R. Lardelli & B. Bruderer (1996):
Herbstlicher Vogelzug im Alpenraum nach Mondbeobachtungen - Topographie und Wind beeinflussen den Zugverlauf.
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