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Überwachung und Förderung des Feldhasen in der Schweiz

Dem populären Feldhasen wieder auf die Sprünge zu helfen ist das erklärte Ziel des Projekts. Von der Förderung des Lebensraums des Feldhasen profitieren auch viele bedrohte Vogelarten.

Überwachung und Förderung des Feldhasen in der Schweiz

Ziele

Die Feldhasenbestände sind in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen. In einer Langzeituntersuchung dokumentiert die Scheizerische Vogelwarte seit 1991 die Bestandsentwicklungen in verschiedenen Regionen der Schweizt. Im Zentrum der aktuellen Arbeit steht die Frage, ob sich die ökologische Ausgleichsmassnahmen im Kulturland positiv auf die Feldhasenbestände ausgewirkt haben. In geeigneten Regionalprojekten werden Flächen gezielt mit Brachen, Magerwiesen und Niederhecken ökologisch aufgewertet, um die Feldhasenbestände zu fördern.

Vorgehen

Im Frühjahr werden die Feldhasen in ausgewählten Zählgebieten im Schweizer Mittelland mittels nächtlicher Scheinwerfertaxation gezählt. Während zweier Jahre wurden in den Zählflächen im Rahmen eines zusätzlichen Landschaftsmonitorings die aktuellen landwirtschaftlichen Nutzung, die ökologischen Ausgleichsflächen und naturnahen Strukturen kartiert. Ergänzende Daten zu beitragsberechtigten ökologischen Ausgleichsflächen konnten über die kantonalen Landwirtschaftsämter und Ackerbaustellenleiter bezogen werden.

Bedeutung

Die Zählungen erlauben Rückschlüsse auf die Bestandsentwicklung der Feldhasenbestände im Schweizer Mittelland. Der Vergleich zwischen Ackerbau- und Graswirtschaftsgebieten zeigt, dass Massnahmen angepasst an die landwirtschaftliche Hauptnutzung umgesetzt werden müssen. Der Feldhase steht stellvertretend für andere Arten der offenen Kulturlandschaft.

Ergebnisse

Die Feldhasenbestände in der Schweiz haben im Schnitt trotz ökologischen Ausgleichflächen weiter abgenommen. Die Bestandsentwicklung hängt jedoch stark von der Hauptnutzung im Zählgebiet ab. In Zählgebieten der Ackerbauzone waren die Feldhasenbestände deutlich höher als in Zählgebieten im Grünland und zeigten seit 1997 im Durchschnitt wieder leicht positive Tendenzen. Die Resultate machen deutlich, dass der Feldhase im Ackerbau mit wertvollen ökologischen Ausgleichsflächen gefördert werden kann. Im Grünland haben die Feldhasenbestände dagegen trotz ökologischem Ausgleich weiterhin abgenommen. Hier braucht es weitere Massnahmen, um dem Feldhasen auf die Sprünge zu helfen.

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