
Wildlebende Wasservögel werden als mögliche Überträger des Vogelgrippevirus H5N1 angesehen. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hilft mit, die Zugvögel zu überwachen und untersucht deren Rolle bei der Verbreitung des Virus.

Die Vogelgrippe, auch Klassische Geflügelpest oder Aviäre Influenza genannt, ist eine Viruskrankheit der Vögel und eine hoch ansteckende Seuche, die bei Nutzgeflügel zu grossen Verlusten führt und auch für den Menschen tödlich sein kann. Die Rolle, die Wildvögel bei der Übertragung des Virus H5N1 spielen, wird noch kaum verstanden.
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach sammelt bei Wildvögeln
stichprobenmässig Rachen- und Kloakenabstriche. Im Herbst 2005 wurden
Singvögel auf der Beringungsstation Ulmethöchi in Lauwil BL und
Wasservögel in Oberkirch LU am Sempachersee beprobt. Im Sommer 2006
wurden Höckerschwäne am Bodensee beprobt, ab Herbst 2006 sollen auch
andere Wasservögel beprobt werden. Die Wildvogelproben werden vom
Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI) in Mittelhäusern
BE analysiert.
Der zuerst in Südostasien aufgetauchte Stamm eines Infuenza A Virus vom Subtyp H5N1 ist besonders gefährlich, denn auch Menschen könnten Menschen angesteckt werden. Beim Hausgeflügel kann er grosse Verluste verursachen mit entsprechenden wirtschaftlichen Schäden. Ein besseres Verständnis über die Rolle von wildlebenden Vögeln bei der Verbreitung von H5N1 kann dazu beitragen, wirksame vorbeugende Massnahmen gegen die Übertragung in Nutzgeflügelbestände zu ergreifen.
Das Bundesamt für Veterinärwesen BVET kommuniziert die Resultate der Laboranalysen direkt.
Bundesamt für Veterinärwesen BVET
Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe IVI
Prof. Dr. med. vet. Richard K. Hoop vom Institut für Veterinärbakteriologie der Universität Zürich
Josef Hofer, Beringer, Oberkirch
Basellandschaftlicher Natur- und Vogelschutzverband BNV
Dr. Wolfgang Fiedler, Vogelwarte Radolfzell
Bundesamt für Veterinärwesen BVET als Auftraggeber
Hofer, J., F. Korner-Nievergelt, P. Korner-Nievergelt, M. Kestenholz & L. Jenni (2006):
Herkunft und Zugverhalten von in der Schweiz überwinternden oder durchziehenden Tafelenten Aythya ferina.
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