Im Fokus

    Zusammenfassung des Zustandsberichts 2020

    Rebhuhn
    Rebhuhn
    Foto © Beat Rüegger
    Stockente
    Stockente
    Foto © Marcel Burkhardt
    Rohrammer
    Rohrammer
    Foto © Daniele Occhiato

    40 % der Schweizer Brutvögel sind bedroht, darunter viele Arten des Kulturlands. Deren Bestandstrend verharrt auf tiefem Niveau – eine Erholung lässt weiter auf sich warten. Vom Rebhuhn gelang 2019 keine Beobachtung mehr.

     

    Feuchtgebiete sind Hotspots der Biodiversität – und beherbergen auch viele spezialisierte Vogelarten. Deren Bestände sind indes nach wie vor klein und können die früheren Verluste nicht kompensieren.

     

    Die Bestände vieler Waldarten nehmen zu. Es gibt aber auch Ausnahmen: Der Bestand des Raufusskauzes ist im Jura stark zurückgegangen. Mit neuen Methoden soll sein Bestand auch in den Alpen besser überwacht werden.

     

    Einige Vogelarten kommen in den durch den Menschen stark veränderten Landschaften gut zurecht. Zu ihnen zählen Saatkrähe und Rotmilan. Der Dohle helfen spezifische Fördermassnahmen.

     

    Knapp 500 000 Wasservögel tummeln sich im Winter auf Schweizer Seen und Flüssen. Infolge des Klimawandels bleiben Wintergäste wie die Stockente immer öfter im Nordosten.

     

    Gebirgsvögel gingen in Europa wegen der Klimaerwärmung und der intensiveren Landnutzung seit 2002 um 10 % zurück. In den Alpen ist die Abnahme weniger stark. Damit steigt die Verantwortung für die Schweiz.

     

    Der zweite Europäische Brutvogelatlas erscheint Ende Jahr. Er zeigt massive Arealveränderungen der Brutvögel auf, so bei der Rohrammer. Seit den 1980er-Jahren ist ihr Brutgebiet im südlichen Europa deutlich geschrumpft.