Publikationen

    

    Horch, P., C. Gygax, S. Fischer, A. Egli, P. Bünter & R. Spaar (2017)

    Artenförderung Kiebitz in der Wauwiler Ebene, Kanton Luzern. Jahresbericht 2017.

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    Schweizerische Vogelwarte, Sempach

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    petra.horch@vogelwarte.ch

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    Zusammenfassung

    Mit ungefähr 180 Brutpaaren ist der Kiebitzbestand in der Schweiz so klein, dass der Kiebitz auf der Roten Liste der Brutvögel in der Kategorie „vom Aussterben bedroht“ (CR, critically endangered) aufgeführt wird. Hauptgrund für den tiefen Bestand ist der ungenügend hohe Bruterfolg.
    Seit 2005 führt die Vogelwarte in der Wauwiler Ebene, dem wichtigsten Brutgebiet in der Schweiz, Fördermassnahmen durch und begleitet sie wissenschaftlich. Die Langfristigkeit des Projekts ist wichtig, denn nur so können Veränderungen und neue Herausforderungen im Umfeld dokumentiert und die Fördermassnahmen angepasst werden.
    2017 war wiederum kein ideales Brutjahr für den Kiebitz. Zum ersten Mal seit Projektbeginn siedelten sich mit 49 Brutpaaren einige Brutpaare weniger an als im Vorjahr. Der Bruterfolg lag mit 0,4 flüggen Küken pro Brutpaar zum zweiten Mal in Folge unter dem Zielwert (0,8 flügge Küken pro Brutpaar). Schwierige Wetterbedingungen während heiklen Phasen in der Brutsaison und ein hoher Prädationsdruck sind die Gründe dafür.
    Im Spätsommer 2017 wurde zum ersten Mal nicht nur die inzwischen bewährte Kiebitzbrache im Kottwiler Moos angelegt, sondern eine zweite Fläche im Ettiswiler Moos. Weitere Flächen in den vom Kiebitz bevorzugt besiedelten Teilgebieten sollen in Zukunft folgen. Die Verhandlungen dafür wurden aufgenommen, stehen aber noch am Anfang.
    2018 wird das Förderprojekt Kiebitz in der Wauwiler Ebene weitergeführt.