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    Strebel, N. (2018)

    Überwinternde Wasservögel in der Schweiz: Ergebnisse der Wasservogelzählungen 2017/2018.

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    Schweizerische Vogelwarte Sempach

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    nicolas.strebel@vogelwarte.ch

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    Zusammenfassung

    Der Winter 2017/2018 war insgesamt mild und niederschlagsreich. In Kombination mit der schon länger beobachteten Abnahme der Reiherente führte dies im November zu unterdurchschnittlichen Beständen. Auf den Schweizer Gewässern (inklusive Grenzgewässer) wurden bei der Novemberzählung rund 450‘000 Individuen gefunden. Im Januar hingegen lag der Gesamtbestand mit 499‘000 Individuen etwa im Durchschnitt der letzten Jahre. Zwar war die Zahl der Wintergäste auf vielen Gewässern eher tief, doch dies wurde durch hohe Bestände am Bodensee-Obersee und am Neuenburgersee kompensiert. Rekordhohe Januarbestände erreichten unter anderem die Kolbenente mit über 40‘000 Individuen und der Schwarzhalstaucher mit über 7100 Individuen. Beides sind Arten, für welche die Schweiz als Winterquartier eine besondere Verantwortung trägt. Bei einem Blick auf die international bedeutsamen Wasser- und Zugvogelreservate fällt auf, dass die Bestände im Gebiet Stein am Rhein über die letzten 25 Jahre richtiggehend zusammengebrochen sind. Nun wird abgeklärt, warum dieses Gebiet von den überwinternden Wasservögeln immer mehr gemieden wird.