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      Vogelzug

      Details

      • 33 Seiten
      • 16.5 x 23 cm
      • Erscheinungsjahr: 2006

      Fasziniert und neidvoll blicken wir auf die Zugvögel, wie sie jeden Herbst unsere kälter werdenden Gefilde verlassen und nach Süden fliegen. Bewundernswert sind die Leistungen der oft kaum 20 g schweren Vögel, die jedes Jahr tausende von Kilometern zurücklegen und zielsicher ihre Lebensräume im Winterquartier oder im Brutgebiet ansteuern. Blicken wir etwas genauer hin, so bleibt zwar die Faszination, doch vom Neid bleibt wenig übrig. Die Freiheit hat ihren Preis. Es überlebt nur, wer sich an den Sternen und am Magnetfeld orientieren kann, den richtigen Rastplatz wählt, den Zeitpunkt zum Aufbruch nicht verpasst und Wind und Wetter trotzen kann. Überdies lauern unterwegs zahlreiche menschliche und tierische Wegelagerer. Wir wollen in dieser Broschüre zeigen, warum die Zugvögel Meere und Kontinente überqueren, wie uns die einen Ursachen des Vogelzuges Tierwanderungen sind nötig, wenn die Fortpflanzungsgebiete für andere Lebensabschnitte nicht geeignet sind. Beim Vogelzug liegt die Hauptursache im jahreszeitlichen Wechsel des Nahrungsangebots. Wenn die Sonne bei uns im Winter auch mittags tief über dem Horizont steht, ist Nahrungsmangel angesagt. Zugleich herrscht auf der Südhalbkugel üppiges sommerliches Leben. Wenn die Sonne im Frühling die Wärme wieder nach Norden bringt, setzt eine reiche Entwicklung der Pflanzen und Tierwelt ein, die in den wärmsten Monaten sogar über den Polarkreis hinaus reicht. Dank ihrer Flugfähigkeit können Vögel dieses jahreszeitlich beschränkte Angebot bis in entfernteste Gebiete nutzen. Einzelne Arten dringen für eine kurze Brutzeit bis in die nordischen Tundren vor. Mit dem im Herbst sinkenden Sonnenstand nimmt das Nahrungsangebot wieder ab. Die meisten Vögel des hohen Nordens müssen daher wegziehen. Gegen Süden nimmt nicht nur die Gesamtartenzahl zu, sondern auch der Anteil der Standvögel, die sich mit Körnern, Knospen oder tierischer Nahrung durch den Winter schlagen können. Vögel, die auf aktive, sich bewegende Insekten angewiesen sind, müssen aber aus Nord- und Mitteleuropa wegziehen. Rund ums Mittelmeer gibt es für Insektenfresser die ersten Überwinterungsgebiete. Die meisten fliegen jedoch über die Sahara in die tropischen Savannen. Aber auch dort verändert sich das Nahrungsangebot mit dem Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeiten. vereint in riesigen Schwärmen ein grossartiges Naturschauspiel liefern, während hunderte Millionen von Kleinvögeln unbeachtet im Schutze der Nacht über unsere Köpfe hinwegziehen. Woher weiss ein im Engadin geschlüpftes Braunkehlchen, dass sein Winterquartier 5000 km weit entfernt in Westafrika liegt, während der in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsene Neuntöter nach Ost- oder Südafrika fliegt? Ein Vogel, der in seinem bisherigen Leben nur gerade einige Kilometer umhergeflogen ist, startet plötzlich zu einem Langstreckenflug, der nicht nur höchste Ansprüche an seine körperliche Fitness stellt, sondern auch Fähigkeiten wie z.B. Wettervorhersage, Risikoabschätzung und Fernorientierung erfordert. Erfahren Sie, wie unsere Vögel diese Leistungen vollbringen, und staunen Sie über die immer noch zahlreichen Geheimnisse des Vogelzuges!

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