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      Raben - schwarz, schlau und verspielt

      Details

      • 25 Seiten
      • 16.5 x 23 cm
      • Erscheinungsjahr: 2019

      Kolkraben waren bereits in urgeschichtlicher Zeit Begleiter nomadisierender Stämme. Viele Naturvölker begegneten ihnen mit religiöser Verehrung. Für die Ureinwohner der Nordpazifikküste war der Kolkrabe eine Inkarnation der höchsten Gottheit; die Germanen verehrten Wölfe und Raben als heilige Tiere; aus dem Flug von Raben und Krähen lasen die Auguren im alten Rom die Zukunft. Mit dem Aufkommen des christlichen und jüdischen Glaubens verloren die heidnischen Vorstellungen ihre Bedeutung. Odin wurde vom Thron gestürzt und die Göttervögel zu Galgenvögeln deklassiert. Damals geprägte Vorurteile sollten bis in die Gegenwart überleben. In den letzten  Jahrzehnten rückten die Rabenvögel in den Fokus der Verhaltensforschung. Untersucht werden Eigenheiten wie Sozialleben, eheliche Treue, Lernfähigkeit und Intelligenz. Diese Familienmerkmale lösen auch bei Laien positive  Gefühle aus, bis hin zur Vermenschlichung und esoterischer Verklärung. Diese Begeisterung wird nicht von allen geteilt. Andere Charakteristika der schwarzen Vögel sind Ursache für Furcht, Ablehnung und Hass. Vor allem Krähen und Raben fallen negativ auf durch düstere Färbung, raue Stimme, Schwarmbildung und Aasfressen. Oft sind tief sitzende Vorurteile stärker als Vernunft und persönliche Erfahrungen. Die Medien spielen bisweilen eine unrühmliche Rolle und verstärken die irrationalen Gefühle der Abneigung mit nicht fundierter Meinungsmache, anstatt mit objektiver Recherche sachlich zu informieren. Lesen Sie dieses Themenheft als Plädoyer für eine Tiergruppe mit äusserst schlechtem Ruf!

       

       

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