Hohe Ehre für Sempacher Forscher

    Prof. Dr. Bruno Bruderer erhält den Ornithologen-Preis 2019 der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft für seine vielfältigen und richtungsweisenden Studien zum Vogelzug, insbesondere im Bereich der Radartechnik. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach gratuliert ihrem ehemaligen Wissenschaftlichen Leiter zur ehrenvollen Würdigung.

    Prof. Dr. Bruno Bruderer
    Prof. Dr. Bruno Bruderer (Foto © Archiv Schweizerische Vogelwarte)
    Bruno Bruderer machte in seiner mehr als 50-jährigen Forschertätigkeit aus der Radartechnologie, die zu Beginn seiner Arbeiten noch in den Kinderschuhen steckte und vor allem Militär und Flugsicherung diente, ein gewichtiges wissenschaftliches Werkzeug, dem wir zahlreiche Durchbrüche in der Vogelzugforschung verdanken. Er gilt damit zu Recht als Pionier der Radarornithologie. Seine herausragenden Arbeiten zeigen unter anderem, wie Zugvögel die Alpen, das Mittelmeer und die nordafrikanischen Wüsten überqueren und welche Strategien die Vögel wählen, um diese enormen Leistungen zu bewältigen. Einen beachtlichen Teil unseres Wissens über den Vogelzug haben wir den von Bruno Bruderer und Mitarbeitern gesetzten Meilensteinen zu verdanken.

    Neben seinem Forscherdrang und der Fähigkeit, das komplexe Wanderverhalten der Vögel einer breiten Öffentlichkeit auf sympathische Art und Weise schmackhaft zu machen, glänzte er als Dozent für Zoologie an der Universität Basel und als langjähriger Wissenschaftlicher Leiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach.

    Sein Buch Vogelzug - eine schweizerische Perspektive fasst seine Forschungsarbeiten schön und allgemein verständlich zusammen.