Ein Wildbienenparadies in Sempach

    Wer Wildpflanzen im Garten fördert, tut auch den Insekten etwas Gutes! Um eine Idee von der Wildbienenvielfalt in den naturnah gestalteten Gärten des Besuchszentrums und des Bürogebäudes an der Seerose zu erhalten, gab die Vogelwarte 2019 eine Erhebung dieser Insekten in Auftrag.

    Honigbiene (links) und Blaue Keulhornbiene Ceratina cyanea (rechts).
    Honigbiene (links) und Blaue Keulhornbiene Ceratina cyanea (rechts).
    Foto © Albert Krebs

    Fabian von Mentlen, Student der Umweltwissenschaften der ETHZ, bestimmte zwischen Ende März und Ende August 2019 rund 240 Wildbienen. Diese stammten von 68 verschiedenen Arten, 10 davon stehen auf der schweizerischen Roten Liste.

    Neben Pollen sammelnden Arten beherbergten die beiden Gärten auch Kuckucksbienen, welche ihre Eier in die Nester passender Wirtsbienenarten legen, sowie vier parasitisch lebende Bienenarten. Besonders interessant und ein Erstnachweis für die Zentralschweiz war die Entdeckung der seltenen und auch bedrohten Solitärbiene Megachile pilidens.

    Die bemerkenswerte Vielfalt belegt eindrücklich, dass die Insekten von einem reichhaltigen Angebot verschiedenster Wildpflanzen im Garten profitieren, insbesondere wenn dieses von März bis September kontinuierlich Blüten bereithält.