Die Umweltbildung der Vogelwarte fliegt aus!

    Unter Christoph Vogel – er ist mittlerweile pensioniert – wurde die Umweltbildung an der Vogelwarte mit neuen Angeboten und Lehrmitteln ausgebaut. Dank erweiterten Stellenprozenten können nun schon länger angedachte Projekte in die Tat umgesetzt werden.

    Auf Du und Du mit dem Eichelhäher: Kinder und Jugendliche treten in Beziehung mit der Vogelwelt.
    Auf Du und Du mit dem Eichelhäher: Kinder und Jugendliche treten in Beziehung mit der Vogelwelt.
    Blick voraus: Bald können wir Schulklassen vor Ort besuchen.
    Blick voraus: Bald können wir Schulklassen vor Ort besuchen.

    Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die bestehenden Schulangebote der Vogelwarte rege nachgefragt werden. Jährlich nahmen etwas mehr als 80 Schulklassen und andere Gruppen ein Angebot der Umweltbildung in Anspruch. Rund 1000 Kinder konnten dabei im Naturlabor eine Auswahl an Forschungsaufträgen zu Themen wie Gewölle, Vogelbeobachtung oder Nestbau bearbeiten.

    Lernen vor der Schulhaustüre

    Dank dem soliden Fundament muss das Rad der Umweltbildung an der Vogelwarte nicht neu erfunden werden. Jedoch können wir mit mehr personellen Ressourcen dem Rad neuen Spin verleihen und das Angebot weiter ausbauen. So wagen wir ab kommendem Jahr den Schritt aus dem Besuchszentrum hinaus: Wir besuchen die Schüler und Schülerinnen da, wo sich ihre Lebenswelt und die Lebensräume der Vögel überschneiden. Hier können Kinder und Jugendliche ihre alltägliche Umgebung gezielt aus der «Vogelperspektive» wahrnehmen und hinterfragen: Welche Vögel kommen hier vor? Wo können sie nisten? Wo finden sie Nahrung? Wir nehmen uns Zeit für Vogelbeobachtungen, erarbeiten spielerisch ökologisches Wissen und machen es erlebbar. So geben wir Impulse für eine langfristige und persönliche Beziehung zur Umwelt.

    Angebote für verschiedene Schulstufen

    Zusammen mit dem vergnügten Spatz Fritz landen wir in Zukunft direkt bei Kindergartenkindern und Schulkindern der 1.–2. Klasse. Mit älteren Primarschulkindern (3.–6. Klasse) werden wir anhand einer Leitfrage, die aus der Klasse kommt, in die Vogelwelt vor Ort eintauchen. In diesem Rahmen können wir uns auch eine Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten vorstellen. Für die Sek I und II suchen wir Vogelwarte-intern nach Kooperationen: Die Mitarbeitenden der verschiedenen Abteilungen bringen nebst ihrem grossen Fachwissen ganz viel Begeisterung für die Vögel mit. Diese Ressourcen möchten wir in ein neues, authentisches Angebot für Jugendliche einfliessen lassen, in dem sie Einblick erhalten in Forschungsprojekte der Vogelwarte.

    Neben dem Aufbau der auswärtigen Angebote möchten wir die Programme im Besuchszentrum thematisch diversifizieren. Wir streben dadurch eine vermehrte Nachfrage auch in der Nebensaison an und mehr Schulbesuche von ganz Kleinen und den fast schon Grossen. Schliesslich ist es uns ein Anliegen, die Lehrpersonen bei ihrer Arbeit fachlich und didaktisch bestmöglich zu unterstützen. Sei es ganz niederschwellig in Form von Tipps oder etwas umfangreicher mit Beratungen, Unterrichtsideen und leicht zugänglichen Materialien.

    Naturerlebnisse ermöglichen

    In erster Linie wollen wir mit unseren Angeboten Interesse und Begeisterung wecken für die Vögel. Unsere Aufgabe sehen wir aber auch in einem grösseren Rahmen: Wir orientieren uns mit unseren Angeboten an der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), die auch in die Fachbereiche des Lehrplans 21 eingearbeitet sind. Dies heisst zum Beispiel, dass wir Wert legen auf Naturerlebnisse, das Erkennen von Zusammenhängen sowie auf kreatives Mitdenken und Mitgestalten. So können Kinder und Jugendliche entdecken, wo und wie sie sich für Vögel und ihre Lebensräume einsetzen können.

    Alle Infos zu den Schulangeboten der Vogelwarte sind zu finden unter www.vogelwarte.ch/de/besuch/schulen/