Mitarbeitertagung der Schweizerischen Vogelwarte (09.02.2014)

    An ihrer jährlichen Tagung in Sempach zog die Schweizerische Vogelwarte an diesem Wochenende Fazit über das vergangene Vogeljahr. Rund 370 freiwillige Mitarbeitende informierten sich über den aktuellen Stand der Arbeiten zum Brutvogelatlas 2013-2016, einem der grössten Projekt der Vogelwarte.

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    Sempach. – Über 1800 freiwillige Mitarbeitende der Schweizerischen Vogelwarte sind im ganzen Land und bei jedem Wetter unterwegs, um Vögel zu beobachten und zu zählen. Einmal pro Jahr treffen sich diese Freiwilligen in Sempach zur Mitarbeitertagung, wo sie sich von der Vogelwarte über die Auswertungen der Zählungen und Beobachtungen informieren lassen. Schwerpunkt der diesjährigen Tagung waren die Ergebnisse der ersten Feldsaison des neuen Schweizer Brutvogelatlas.

    Eine Mehrheit der rund 370 Anwesenden engagiert sich selbst im grossen vierjährigen Grossprojekt, das uns über die Verbreitung und die Häufigkeit unserer Brutvögel Auskunft geben wird. Bereits lassen sich erste Vergleiche mit der Situation der Vogelwelt von vor 20 Jahren ziehen: Die Feldlerche beispielsweise hat seit den Neunzigerjahren einen Drittel ihres Verbreitungsgebiets verlassen. Zwar könnte sich diese düstere Zwischenbilanz in den nächsten drei Feldsaisons noch etwas relativieren. Ein Umkehrtrend des Verschwindens der Feldlerche ist jedoch nicht absehbar.

    Der Einsatz der Freiwilligen für den neuen Brutvogelatlas im Jahr 2013 ist riesig: 800 von 2318 Untersuchungsflächen haben die 500 Beteiligten letztes Jahr schon zwei- bis dreimal besucht. Dabei legten sie insgesamt 12‘400 km zu Fuss zurück, was der Distanz Sempach - Hawaii entspricht! Nimmt man alle Arbeitsstunden zusammen, haben sie ein ganzes Jahr lang ununterbrochen kartiert.