8. Internationale Bartgeier-Beobachtungstage (09.10.2013)

    Im Jahr 2013 haben in der Schweiz sechs Bartgeierpaare erfolgreich je ein Junges aufgezogen. Dies ist ein neuer Rekord! Nun wollen die Stiftung Pro Bartgeier und die Schweizerische Vogelwarte Sempach wissen, wie viele Bartgeier insgesamt durch die Alpen streifen. Sie rufen dazu auf, in der kommenden Woche beim Wandern nach Bartgeiern Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden.

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    Zürich und Sempach. – Vom 11. bis 19. Oktober 2013 finden im gesamten Alpenraum die 8. Internationalen Bartgeier-Beobachtungstage statt. Dabei wird versucht, möglichst viele Bartgeierbeobachtungen zu sammeln. Am Samstag 12. Oktober werden zudem zahlreiche Freiwillige und Projektmitarbeitende von geeigneten Orten aus gleichzeitig nach Bartgeiern Ausschau halten. Damit kann der Bestand dieses eindrücklichen Alpenvogels besser abgeschätzt werden.

    Erfolgreiches Jahr
    Die grossangelegte Aktion dient auch der Entdeckung neuer Brutpaare, die danach von Spezialistinnen und Spezialisten der Stiftung Pro Bartgeier überwacht werden. Im Jahr 2013 waren es neun Paare, wovon sechs erfolgreich je ein Junges aufzogen. Dies ist ein neuer Rekord und zeigt, dass sich der noch kleine und empfindliche Bestand festigt und weiter ausbreitet. Um die Fortschritte in diesem Wiederansiedlungsprojekt beurteilen zu können, ist eine intensive Überwachung der Bartgeierpopulation auch weiterhin sehr wichtig.

    Mitmachen
    Die Stiftung Pro Bartgeier und die Schweizerische Vogelwarte Sempach rufen dazu auf, in der kommenden Woche auf Bergtouren nach Bartgeiern Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden. Besonders hilfreich sind Fotos, auf denen Bartgeier manchmal anhand individueller Merkmale erkannt werden können. Beobachtung können unter www.bartgeier.ch/meldung gemeldet werden.

    Bartgeier erkennen
    Der Bartgeier ist mit knapp drei Metern Spannweite der grösste Vogel der Schweizer Alpenwelt. Er unterscheidet sich vom Steinadler durch den zugespitzten Schwanz und die schmalen und spitzen Flügel. Aus der Nähe sind der namensgebende Bart und der rote Augenring charakteristisch. Weitere Details zum Bartgeier und zu den Bartgeier-Beobachtungstagen finden Sie unter www.bartgeier.ch/beobachtungstage und www.vogelwarte.ch/bartgeier.

    Die Rückeroberung
    Der Bartgeier wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Dank eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts und der Arbeit der Stiftung Pro Bartgeier ist er wieder bei uns heimisch und zieht seit 2007 auch in der Schweiz wieder erfolgreich seine Jungen auf. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach unterstützt mit ihren rund 1800 freiwilligen Mitarbeitenden die Überwachung des Bartgeiers in den Schweizer Alpen und trägt so zum Erfolg des Projektes bei. Im gesamten Alpenraum haben in diesem Jahr rund 30 Paare gebrütet. Davon sind 16 Bruten erfolgreich verlaufen.