Swiss Bird Index SBI® 2013 (02.07.2014)

    Wie geht es unseren Vögeln? Im aktuellen Swiss Bird Index SBI® 2013 gibt die Schweizerische Vogelwarte Antwort. Der Index beschreibt die langfristige Entwicklung unserer Brutvögel und ermöglicht so, dass rechtzeitig Schutzmassnahmen ergriffen werden können. Gleichzeitig veranschaulicht er auch kurzfristige Bestandsschwankungen, wie sie etwa durch den nass-kalten Frühling 2013 verursacht wurden.

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    Sempach. – Die Bestände der Schweizer Brutvögel sind Schwankungen unterworfen. Deshalb überwacht die Schweizerische Vogelwarte die heimische Vogelwelt und dokumentiert deren Entwicklung im Swiss Bird Index SBI®. Dieser Index zeigt, wie sich die Zahl der regelmässigen Brutvögel seit 1990 veränderte. Er basiert auf den Daten von Hunderten Freiwilligen, die schweizweit auf 350 Flächen Bestandserhebungen durchführen. Der Swiss Bird Index SBI® dient dem Bund im Monitoring der Nachhaltigen Entwicklung der Schweiz (MONET) als Schlüsselindikator für die Lebensqualität künftiger Generationen.

    Im Swiss Bird Index SBI® sind kurzfristige Bestandsschwankungen erkennbar. Dank einer fast ein Vierteljahrhundert umfassenden Datenreihe können diese in einen langfristigen Kontext gestellt werden. Dazu Thomas Sattler, Projektverantwortlicher an der Schweizerischen Vogelwarte: „Wegen des späten und nass-kalten Frühlings 2013 zeigten zahlreiche Waldvögel einen Bestandsrückgang, wie etwa der Artindex des Gimpels zeigt.“ Langfristig betrachtet zeigt der heimliche Finkenvogel eine stabile Bestandskurve, wie sie bei vielen Waldarten zu beobachten ist. Für Vogelarten mit langfristigem Bestandsrückgang können meteorologische Ereignisse hingegen einen stärkeren Einfluss haben. „Für den Neuntöter, der seit 2007 stark abnimmt, dürfte sich die Situation nach dem nass-kalten Frühling 2013 deutlich verschlechtert haben“, ergänzt Sattler.

    Dank langfristiger Überwachungsprogramme können negative Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, auch bei noch häufigen Arten. Dadurch können rechtzeitig die nötigen Schutzmassnahmen ergriffen werden.