Vom Naturerlebnis zum Umweltbewusstsein (21.11.2013)

    Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Darüber hinaus ermöglichen Futterhäuschen und Meisenknödel insbesondere auch Kindern die Begegnung mit der einheimischen Tierwelt. Wichtig ist, dass die Fütterung sachgerecht erfolgt.

    Die unentgeltliche Verwendung ist ausschliesslich im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung gestattet. Das korrekte Ausweisen des Fotoautors wird vorausgesetzt.

    Sempach. – Mit dem ersten Schneefall beginnt für viele Vögel eine harte Zeit. Zwar sind Vogelarten, die den Winter in der Schweiz verbringen, gut an die harschen Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. Dennoch sind die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle. Bei der Winterfütterung sollten allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden (siehe Kasten).

    Gärten naturnah gestalten
    Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfindet, profitieren vor allem Vögel, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert haben. Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung vielfältiger und gesunder Lebensräume. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen wichtigen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.

    Erleben – Kennen – Schützen
    Futterhäuschen und Meisenknödel bieten insbesondere Kindern reizvolle Einblicke ins Leben einheimischer Wildvögel. So können das Interesse und die Freude an der Natur rund ums Haus geweckt und der Grundstein für ein späteres Natur- und Umweltbewusstsein gelegt werden. Auch deshalb ist ein massvolles und sachgerechtes Füttern der Vögel im Winter durchaus sinnvoll.

    Sachgerechte Winterfütterung erfüllt die folgenden Punkte:
    - Futterplatz an einem übersichtlichen Ort mit Rückzugsmöglichkeiten (Baum, Busch) in der Umgebung anlegen
    - Fütterung bei Dauerfrost, Eisregen oder anhaltend geschlossener Schneedecke
    - Nur bewährte Futtermischungen für Körnerfresser bzw. Weichfresser anbieten, zusätzlich werden gerne Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett angenommen; Getreidekörner sind unbeliebt; Mischungen mit Ambrosia-Samen sind zu vermeiden
    - Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf am Nachmittag ca. 2 Stunden vor der Dämmerung
    - Futter trocken halten und vor Schmutz und Kot schützen, den Futterplatz täglich reinigen.

    Weitere Informationen:
    www.vogelwarte.ch/winterfuetterung-singvoegel
    Auskünfte und kostenloser Bezug des Merkblattes „Winterfütterung von Vögeln“:
    Schweizerische Vogelwarte, Tel. 041 462 97 00, info@vogelwarte.ch

    Vogelwarte-Futterhäuser
    Futterhäuser, die allen Anforderungen entsprechen, können montiert oder als Bausatz bei der Schweizerischen Vogelwarte bestellt werden. Sie werden in geschützten Werkstätten der Stiftung Brändi aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt.
    www.vogelwarte.ch/nisthilfen-shop