6. Sempacher Fachtagung vom 26. März 2014 (28.03.2014)

    Nahrungsmittelproduktion und die Förderung der Vogelwelt sind keine Gegensätze. Das belegten zahlreiche Referierende an der 6. Sempacher Fachtagung. An der von der Schweizerischen Vogelwarte organisierten Tagung nahmen über 170 Fachleute aus Landwirtschaft und Naturschutz teil.

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    Sempach. – Hochwertige Nahrungsmittel produzieren und gleichzeitig Lebensräume für Vögel schaffen? Kein Problem für Biobauer Hans Braun und seine Familie vom Lehenhof in Rothrist. Auf seinem Betrieb produziert er effizient Milch mit hoher Wertschöpfung, weil er unter anderem konsequent auf Kraftfutter verzichtet. Dank dieser Strategie kann er zahlreiche Flächen bewirtschaften, wo wildlebende Tiere und Pflanzen Lebensraum finden. Insgesamt sind auf Brauns Betrieb neben 22 Schmetterlingsarten auch über 35 Vogelarten nachgewiesen.

    Dass die Förderung der Vogelwelt den Landwirten ein Anliegen ist, machte auch Urs Schneider, Stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbands in seinem Referat klar. So würden die meisten Bauern heute ökologischen Anliegen einen gebührenden Stellenwert einräumen. Gerade gegenüber Vögeln stelle er eine tief verwurzelte Sympathie fest. Diese gälte es zu nutzen oder weiter zu wecken.

    Schweizweit betrachtet sind die Vögel des Kulturlands seit Jahrzehnten im Sinkflug. Eine Trendwende gelingt nur mit einer vogelfreundlichen Landwirtschaft. Diese ist auch ressourcenschonender und damit nachhaltiger als die einseitige Rekordproduktion von Kalorien. Wenn auch die Konsumentinnen und Konsumenten mitmachen, gewinnen letztlich Bauern und die heimische Vogelwelt.