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Kohlmeise © Daniele Occhiato
Tätigkeitsbericht 2025 – Öffentlichkeitsarbeit

Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit

Als «Jubiläum der Begegnungen» und mit verschiedenen Anlässen feiern wir im Jahr 2025 das zehnjährige Bestehen unseres Besuchszentrums am Ufer des Sempachersees. Frisch aktualisiert haben wir die Merkblätter zu häufigen Fragen, die auf unserer Webseite auch ausserhalb der Bürozeiten verfügbar sind. Und für junge Menschen zwischen 8 und 17 Jahren bietet das Umweltbildungsteam der Vogelwarte ganz besondere Erlebnisse in der Natur an.

Das Jubiläum der Begegnungen

Seit zehn Jahren ist unser Besuchszentrum ein zentraler Begegnungsort für Familien und Vogelfans. Hier werden die Gäste selbst zu Vögeln. Ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm lädt ans Ufer des Sempachersees ein.

Wir sind stolz darauf, unseren Besucherinnen und Besuchern seit nunmehr zehn Jahren unvergessliche Erlebnisse zu bieten. Aus diesem Anlass feiern wir dieses Jahr ein Jahrzehnt voller Begegnungen mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und Highlights für Besucherinnen und Besucher. An vier Wochenenden im Frühling erhielten die Besuchenden im direkten Austausch mit unseren Mitarbeitenden Einblicke in Forschung, Förderung, Vogelpflege, Rangerteam und vieles mehr. Der vogelfreundliche Garten des Besuchszentrums darf dabei natürlich nicht fehlen.

Seit der Eröffnung im Mai 2015 hat sich das Besuchszentrum zu einem beliebten Treffpunkt und Ausflugsziel für Vogelfreundinnen und -freunde, Familien und Schulklassen entwickelt. Das Besuchszentrum ist im ersten dreistöckigen Lehmhaus der Schweiz untergebracht und wurde mit dem Europäischen Museumspreis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Mit der Veranstaltungsreihe «Federleicht und voller Geschichten» bringen wir Ihnen monatlich eine ausgewählte Vogelart näher. Zudem können sie an unseren «Schau rein»- Wochenenden mehr über Libellen, Vogelzug oder Gartengestaltung erfahren. Details finden Sie unter www.vogelwarte.ch/besuch. Die Ausstellung «ÜberLeben» ist viersprachig geführt, die Ausstellung sowie der Garten sind barrierefrei zugänglich.

Guter Rat ist nicht teuer

Die Vogelwarte bietet praktische Tipps und Hilfestellungen zum Schutz von und dem Umgang mit verschiedenen Vogelarten – jetzt ist auch der Online-Ratgeber der Vogelwarte komplett überarbeitet und neu gestaltet.

Die Vogelwarte ist gefragte Auskunftsstelle für alle Fragen rund um Vögel. Vögel geniessen in der Bevölkerung viele Sympathien, und sie zu beobachten ist ein beliebtes Hobby. Daraus tauchen viele Fragen zu ihrer Lebensweise auf, oder darüber, wie man die Vögel am besten unterstützt. Unsere Fachleute beantworten tagtäglich dutzende Anfragen zu Nisthilfen, vogelfreundlichen Gärten, Winterfütterung und vielen weiteren Themen kompetent und kostenlos, sei es brieflich, per E-Mail oder telefonisch, auf Deutsch, Französisch oder Italienisch.

Für diejenigen, die gerne selbst recherchieren möchten, steht auf der Webseite der Vogelwarte ein umfassender Ratgeber-Bereich zur Verfügung: Komplett überarbeitet, bietet er eine Fülle an Informationen, praktischen Tipps und Hilfestellungen zum Umgang mit verschiedenen Situationen rund um die heimische Vogelwelt, beispielsweise zum Thema Jungvögel, Kleinvogelfütterung oder Kollision mit Glasscheiben. Nebst bewährten, nun aktualisierten Merkblättern für die Vogelschutzpraxis sind neu auch die Antworten auf 50 häufig gestellte Fragen (FAQs) auf der Webseite zu finden.

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Vögel beobachten und das Lagerleben geniessen

Immer mehr Kinder und Jugendliche begeistern sich für Vögel. Für sie organisierte die Vogelwarte im Unterengadin ein Lager, das ihnen die Gelegenheit bot, ihre Begeisterung zu teilen und sich untereinander und mit den Profis auszutauschen.

Auf der Alp «Chant Sura» im Unterengadin drehte sich im Juli 2024 zwei Wochen lang alles um die Vögel. Zwei von der Vogelwarte organisierte Lager boten 32 Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, auf Entdeckungstour zu gehen. Dabei lernten sie unter fachkundiger Anleitung, wie man Vögel optisch oder an der Stimme erkennt, welche Arten in den Schweizer Bergen vorkommen, und wie man sie am besten beobachtet.

Das Lagerleben auf 1900 Metern über Meer war auf das Wichtigste reduziert, doch den 8- bis 17-Jährigen machte dies nichts aus. Auch früh aufzustehen, störte sie nicht: Im Gegenteil, sie waren mit viel Energie dabei und genossen es, draussen unterwegs zu sein. Sie wurden mit spannenden Beobachtungen belohnt: Alpenschneehühner, Mauerläufer und Steinadler waren nur einige Highlights neben vielen anderen, schönen Begegnungen in der Natur.

Die Teilnehmenden hatten sich schon vor dem Lager intensiv mit Vögeln auseinandergesetzt und brachten viel Wissen mit. Dennoch konnten sie viel Neues lernen, zum Beispiel, wie sie eine Brutvogelkartierung durchführen können. Auch Zeichnen, Fotografieren und Kochen über dem offenen Feuer standen auf dem Programm. Abwechslung war garantiert, und am Ende dieser intensiven Wochen nahmen die Kinder und Jugendlichen viele einzigartige Eindrücke mit nach Hause.

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Wenn Vögel Hilfe brauchen

Regelmässig finden Menschen einen hilfsbedürftigen Vogel. Ob es sich um einen Jungvogel handelt, der selbst zurechtkommt, oder um ein Scheibenopfer: Um die beste Lösung für den Vogel zu finden, gilt es zuerst einige Fragen zu beantworten, bevor man eingreift.

Manche haben es schon erlebt: Bei einem Spaziergang im Wald, im Garten oder am Strassenrand flattert einem unverhofft ein kleiner Vogel vor die Füsse. Was tun in einer solchen Situation? Was könnte dem Vogel fehlen und wie hilft man ihm am besten? Die Vogelwarte gibt telefonisch Tipps oder vermittelt bei Bedarf den Kontakt zur nächstgelegenen Pflegestation. So erhalten alle gefiederten Hilfsbedürftigen schnellstmöglich die richtige Hilfe.

Junge Amseln und Hausrotschwänze verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen können. Ihre Eltern versorgen sie aber weiterhin, auch wenn dies oft nicht sofort bemerkt wird. Den Jungvogel zu dieser Zeit von seinen Eltern zu trennen, würde seine Chancen mindern, da kein Mensch die Aufzucht so gut meistert, wie es die Vogeleltern natürlicherweise tun.

Die Pflege hilfsbedürftiger Vögel hat an der Vogelwarte eine lange Tradition. Mit viel Fachwissen, passender Einrichtung sowie Bewilligung und grosser Einsatzbereitschaft steht das Pflegeteam im Einsatz – und das an 365 Tagen im Jahr. 2024 wurden rund 1400 «Pechvögel» auf unsere Pflegestation gebracht. Die häufigsten Patienten waren Haussperlinge, Mauersegler, Amseln und Stockenten.

Wann braucht ein Vogel Hilfe?

Konsultieren Sie unsere Entscheidungshilfe.

Bei Unklarheiten können Sie uns anrufen. Unter 041 462 97 00 sind wir an 365 Tagen im Jahr für Notfälle erreichbar (Mo–Fr zu Bürozeiten, Sa und So 9–12 und 13:30–17 Uhr).

Ein herzliches Dankeschön!

Vielen Menschen ist eine intakte Vogelwelt wichtig und sie unterstützen die Vogelwarte finanziell oder als Freiwillige. Ihr Einsatz und Vertrauen machen unsere Arbeit erst möglich.

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach wird finanziell von Gönnerinnen und Gönnern getragen. Mehr als 200 000 Menschen ermöglichen mit ihren grossen und kleinen Spenden die Arbeit zugunsten der Vogelwelt und sichern der Vogelwarte ihre Unabhängigkeit.

Die Vogelwarte wird auch testamentarisch bedacht von Menschen, die langfristig bewahren möchten, was ihnen zu Lebzeiten wichtig war: Eine vielfältige Vogelwelt in intakter Natur.

Wesentliche Unterstützung leisten die rund 2000 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der landesweiten Überwachung der Vogelbestände, bei der Beringung, in Schutzprojekten, in der Vogelpflege, in der Naturfotografie oder als Botschafterinnen und Botschafter für die Vogelwarte aktiv sind.

Allen Gönnerinnen und Gönnern, Spenderinnen und Spendern, Legatären, Stiftungen, Firmen, Partnern und freiwilligen Mitarbeitenden, die unsere Arbeit ideell, finanziell oder mit ihrem Einsatz unterstützen, danken wir ganz herzlich für ihr Engagement und für das Vertrauen in unsere Institution und in unsere Tätigkeit.

Beratung bei Erbschaften

Die Regelung des Nachlasses ist eine persönliche Angelegenheit. Wenn Sie mit Ihrem letzten Willen der Vogelwelt zu neuem Leben verhelfen möchten und dazu Fragen haben oder ein persönliches Gespräch wünschen, wenden Sie sich bitte an Daniela Bühler, Schweizerische Vogelwarte, 6204 Sempach, Tel. 041 462 97 16. Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch die Broschüre «Mein Vermächtnis für die Vogelwelt» zu.

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Der Leiter der Vogelwarte geht in Pension

Matthias Kestenholz hat eine starke Grundlage für das weitere Gedeihen der Vogelwarte geschaffen. Stiftungsrat und Belegschaft sind ihm zu grossem Dank verpflichtet.

Nach 30 Jahren Dienst zum Wohl der Vögel ist Matthias Kestenholz Ende Juni als Vorsitzender der Institutsleitung und Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit in den Ruhestand getreten. Die Vogelwarte dankt ihm herzlich für seinen langjährigen, herausragenden Einsatz für die Vogelwarte und die Vogelwelt. «Als begeisterter Ornithologe hat Matthias Kestenholz die Schweizerische Vogelwarte Sempach verkörpert. Er hat massgeblich dazu beigetragen, dass sich die Vogelwarte so erfreulich entwickelt hat und ihre Aktivitäten verdoppeln konnte », würdigt ihn Stiftungsratspräsident Kurt Bollmann.

Der Stiftungsrat hat die beiden Funktionen von Matthias Kestenholz neu besetzt und Gilberto Pasinelli zum neuen Vorsitzenden der Institutsleitung sowie Christof Bircher zum neuen Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit gewählt.

Vogelwarte 2025

Naturschutz steht vielerorts nicht mehr auf der Prioritätenliste. Gerade deshalb verstärkt die Schweizerische Vogelwarte ihren Einsatz für die Vögel weiter. Unsere sachbezogene Tätigkeit zum Wohl der Vögel ist nötiger denn je. Wir sind überzeugt, dass wissenschaftliche Analysen und engagiertes Handeln auch in schwierigen Zeiten der richtige Weg sind.

Tätigkeitsbericht 2025

Vogelwarte 2025

Naturschutz steht vielerorts nicht mehr auf der Prioritätenliste. Gerade deshalb verstärkt die Schweizerische Vogelwarte ihren Einsatz für die Vögel weiter. Unsere sachbezogene Tätigkeit zum Wohl der Vögel ist nötiger denn je. Wir sind überzeugt, dass wissenschaftliche Analysen und engagiertes Handeln auch in schwierigen Zeiten der richtige Weg sind.

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