Publications

    

    Ehrenbold, S. & P. Horch (2009)

    Förderung von Vogelarten der baumbestandenen Kulturlandschaft im St. Galler Rheintal.

    Contact

    petra.horch@vogelwarte.ch

    Zusammenfassung

    Mit der vorliegenden Fallstudie möchten die Arbeitsgruppe Kulturlandschaft Weidist und die Schweizerische Vogelwarte Sempach aufzeigen, wie bestehende Obstgärten ökologisch und ökonomisch sinnvoll genutzt und neue Lebensraumtypen als Ersatz für Hochstammobstgärten geschaffen werden können. Die Lebensbedingungen für seltene Vogelarten (z.B. Gartenrotschwanz) sowie für andere Tier- und Pflanzenarten der baumbestandenen Kulturlandschaft sollen verbessert werden. Man will insbesondere auch Erfahrungen mit neuen Förderungsmassnahmen für den Gartenrotschwanz sammeln. Die Kulturlandschaft soll ökologisch aufgewertet und damit auch ein Naturerlebnisraum gefördert werden. Zu Beginn des Projekts wurde die "Arbeitsgruppe Kulturlandschaft Weidist" gegründet. Mit dieser Arbeitsgruppe, die aus verschiedenen Interessenvertretern besteht, ist das Projekt in der Region verankert. Um das Projektgebiet hinsichtlich schutzwürdiger Lebensräume beurteilen zu können und eine Basis für die im Projekt umgesetzten Massnahmen zu schaffen, wurde ein Lebensrauminventar erstellt. Um die Wirkung der umgesetzten Massnahmen auf die Lebensräume und ihre Bewohner überprüfen zu können, wurden bereits 2006 die Brutvögel, Heuschrecken und Grillen sowie Ameisen erhoben (Ausgangslage). Die Brutvögel wurden auch 2007 und 2008 wieder kartiert. Es wurden jeweils zwischen 34 und 39 Vogelarten nachgewiesen. In einem Plan wurden umzusetzende Massnahmen, die vorgängig mit den Grundeigentümern besprochen wurden, eingetragen. In der ersten Etappe (2007 - 2008) wurden Nistkästen montiert, Feld- und Obstbäume sowie Hecken und Strauchgruppen gepflanzt, zwei Weiher und zwei Trockenmauern erstellt. Zudem wurden mehrere Waldränder aufgewertet sowie die Beweidung verbuschender Weiden mit Eseln und Ziegen initiiert. Seit Projektbeginn wurde in den Medien verschiedentlich über das Projekt informiert. In der zweiten Etappe (2009 - 2012) sollen weitere geplante Massnahmen umgesetzt und zusätzliche Massnahmen geplant werden.