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    Strebel, G., R. Spaar, A. Jacot & P. Horch (2011)

    Auswirkungen der Graslandbewirtschaftung auf das Braunkehlchen. Geeignete Fördermassnahmen für den bedrohten Wiesenbrüter.

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    Schweizerische Vogelwarte Sempach

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    petra.horch@vogelwarte.ch

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    Zusammenfassung

    Bestandsentwicklungen bei Wiesenbrütern, wie dem Braunkehlchen, hängen stark von der Intensivierung von landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden ab. Im Frühling/Sommer 2011 untersuchten wir das Konfliktpotenzial zwischen dem Brutverlauf (Brutphänologie) beim Braunkehlchen und dem Mahdablauf auf sieben geographisch unterschiedlich exponierten Flächen (zwei Hangflächen Südaus-richtung, drei Talflächen, zwei Hangflächen Nordausrichtung) im Goms. Der exakte zeitliche Verlauf der Mahd wurde mit Schlüsselterminen der Brutphänologie und der Revierbesetzung des Braunkehlchens verglichen und der resultierende Konflikt abgeschätzt. Dieser Konflikt war in den intensiver bewirtschafteten und früher gemähten Flächen im Talboden am deutlichsten zu erkennen, während er in Wiesen an beiden Hanglagen relativ gering war. Die Studie zeigt weiter, dass der Konflikt negative Auswirkungen auf die Brutdichte der Braunkehlchen hat. Gestützt auf die Resultate dieser Untersuchung formulieren wir Massnahmen, die zur Erhaltung dieses wichtigen inneralpinen Braunkehlchen-Bestands umgesetzt werden sollten. Die Befunde stützen die Wahl des 15. Juli als erstem Schnittzeitpunkt, was mit den geltenden Bewirtschaftungsbedingungen für extensive Wiesen kompatibel ist.