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Publikationen



Schaub, M., N. Zbinden, N. Martinez, M. Maurer, A. Ioset, R. Spaar, N. Weisshaupt & R. Arlettaz (2008)

Vögel brauchen lückige Vegetation zur Nahrungssuche. Faktenblatt

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Schweizerische Vogelwarte Sempach

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Zusammenfassung

Die Bestände vieler Brutvogelarten des Kulturlandes sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Besonders betroffen sind Insekten fressende Arten, die ihre Nahrung am Boden in Wiesen und Weiden suchen. Ihr Problem ist, dass sie ihre Beute nur dort entdecken und erreichen können, wo die Vegetation Lücken aufweist oder niedrig ist. Solche Flächen sind aber als Folge von hohem Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft und über die Luft selten geworden. Der hohe Nährstoffeintrag hat auch die Vielfalt der Pflanzen und damit das Vorkommen von Insekten und Spinnen massiv verringert. Mit dem Schaffen einer lückigen Vegetationsstruktur im Grünland mit einem grossen Anteil an unbewachsenen Stellen kann vielen Vogelarten geholfen werden. Kurzfristig kann dies durch streifenförmiges Auffräsen der Vegetation oder Entfernen des Humus erreicht werden, längerfristig durch einen Düngeverzicht. Eine kleinräumige Verzahnung des Grünlandes mit Kulturen, die eine lückige Vegetation aufweisen (Gärten, Böschungen, Reben), ist besonders günstig.