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Das Habitat des Birkhuhns: Faktenblatt - Geeignete Lebensräume für das Birkhuhn

Pradervand, Jean-Nicolas; Jacot, Alain; Spaar, Reto
Langue
ger
Année de publication
2018

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Résumé

In den Alpen besiedelt das Birkhuhn (Tetrao tetrix) lichte, spärlich bestockte Waldflächen zwischen 1700 und 2300 m Höhe. Es nutzt dabei vor allem Bereiche, wo die Waldstruktur von Natur aus offen bleibt, so etwa an Standorten mit sehr langsamer Waldentwicklung oder in Lawinenrunsen. Besonders beliebt sind Gebiete im Bereich der oberen Baumgrenze, wo Alpwiesen und -weiden mosaikartig mit Zwergstrauchbeständen aus Preiselbeeren, Heidelbeeren, Wacholder und Alpenrosen abwechseln. Das Birkhuhn ist eine anspruchsvolle Art und benötigt je nach Jahreszeit unterschiedliche Ressourcen. Im Frühling nutzen die Hähne offene Arenen für ihre Gemeinschaftsbalz – häufig liegen diese auf noch verschneiten Geländeterrassen. In der Brutzeit suchen die Hennen Stellen mit reicher Zwergstrauchvegetation auf, die zahlreiche Verstecke für das perfekt getarnte Nest bieten. Als Nest dient eine flache, in den Boden gescharrte und mit Pflanzen ausgelegte Mulde, in der die Henne das Gelege ausbrütet. Die Küken verlassen das Nest noch am Schlüpftag und begleiten ihre Mutter an offenere, krautreiche Stellen, wo es reichlich Insektennahrung, aber immer noch genug Deckung durch Zwergsträucher gibt. An Standorten mit starkem Wiederbewaldungsdruck wachsen geeignete Lebensräume rasch zu. Deshalb leistet die Beweidung im Bereich der alpinen Baumgrenze einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung hochwertiger Birkhuhnlebensräume.

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