Förderung der Kulturlandvögel im Domleschg: Grundlagen und Handlungsvorschläge
Résumé
Im Domleschg wurden zwischen Tomils und Sils sowie rund um Trans, Scheid und Feldis auf einer Fläche von 14,3 km2 typische Vogelarten der Kulturlandschaft kartiert. Die Bodenbrüter Feldlerche, Braunkehlchen und Schwarzkehlchen konnten auf der ganzen Fläche nicht mehr nachgewiesen werden. Um diese Arten zu fördern, wären umfangreiche Massnahmen im Grünland oder im Ackerbau nötig. Erfreulich ist der Bestand des Gartenrotschwanzes mit 49 Revieren. Diese Art kommt vor allem rund um Dörfer mit Hochstammobstgärten vor. Almens, Scharans und Rodels zeigten sich als besonders interessant. Zwischen Almens und Scharans wurden bereits von 1997 bis 2008 Revierkartierungen durchgeführt. Hier stieg der Bestand des Gartenrotschwanzes von 2–3 auf 9 Paare an. Die Förderung und der Erhalt der traditionellen Obstgärten tragen Früchte! Während Arten wie Goldammer, Neuntöter, Gartengrasmücke, Baumpieper und Wendehals in den Flächen bei Trans, Scheid und Feldis sehr gut vertreten sind, brüten sie in den Tallagen nur sehr verstreut oder sind, wie der Baumpieper, ganz verschwunden. Durch gezielte Aufwertung von bestehenden Strukturen und Schaffung von neuen Flächen lassen sich Kulturlandvögel und Biodiversität erhalten und weiter fördern. Wir zeigen sowohl Hotspotgebiete als auch Flächen mit Potential zur Verbesserung auf. Verschiedene Massnahmen werden artspezifisch oder bezogen auf verschiedene Lebensräume aufgezeigt.
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