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Konzept Alpenvogelmonitoring: Methoden und Organisation für das ehrenamtliche Alpenvogelmonitoring als Grundlage der Daten für nationale Vogelschutzberichte und naturschutzbezogene Indikatoren

Strebel, Nicolas; Wechsler, Samuel; Bühler, Roman
Lingua
ger
Anno di pubblicazione
2023

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Riepilogo

Im Jahr 2021 erstellten die Staatlichen Vogelschutzwarte Garmisch-Partenkirchen, der Dachverband Deutscher Avifaunisten und das Bundesamt für Naturschutz eine Liste von zwölf Vogelarten, die den Teilindikator «Alpen» innerhalb des Indikators «Artenvielfalt und Landschaftsqualität» repräsentieren. Für einen Teil dieser Arten und für weitere Alpenarten kann die Bestandsentwicklung im Untersuchungsgebiet (Nördliche Kalkalpen und Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen in Bayern) aufgrund der Datenlage nicht abgeschätzt werden. Im vorliegenden Bericht behandeln wir alle Arten mit Vorkommensschwerpunkt Alpen sowie weitere charakteristische Alpenarten. Wir erörtern mögliche Synergieeffekte bei deren Erfassung, mit einem Fokus auf ehrenamtlich durchgeführte Vogelmonitorings. Weiter geben wir Empfehlungen ab basierend auf Erfahrungen aus dem Alpenvogelmonitoring in der Schweiz und machen einen Vorschlag für die künftige Organisation eines Alpenvogelmonitorings in Deutschland.

Wir empfehlen, die Koordination des Alpenvogelmonitorings beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz anzusiedeln und das Projekt Monitoring Alpenvögel in das Monitoring häufiger Brutvögel zu integrieren. Für das Monitoring häufiger Brutvögel empfehlen wir, die Kartierdaten an die Ausaperung sowie den Beginn der Vegetationsperiode anzupassen und die vorgegebenen Kartierzeiträume entsprechend den Herausforderungen der Kartierungen in den Alpen zu flexibilisieren. Weiter empfehlen wir eine Reduktion der Anzahl Begehungen auf drei, oberhalb der Baumgrenze zwei, und eine Anpassung der Wertungskriterien. Dies könnte zu einer Verbesserung bei der Anzahl bearbeiteter Aufnahmeflächen führen und allenfalls eine notwendige Verdichtung des Stichprobennetzes im Wald erlauben. Die Datenlage oberhalb der Baumgrenze könnte durch die Einführung eines spezifischen Erfassungsprogramms für Arten der subalpinen und alpinen Stufe verbessert werden, mit nur einer Begehung pro Aufnahmefläche. Falls auch für seltenere oder schwer erfassbare Arten einzig für das Untersuchungsgebiet ein Trend geschätzt werden soll, müssten vergleichsweise aufwändigere, art- oder artengruppen-spezifische Monitorings eingeführt werden. Schliesslich beleuchten wir die Möglichkeit, Daten aus verschiedenen Quellen für eine Trendschätzung zu nutzen.

Collaboratori