Rückgang der Insektenfresser anhand der Daten des neuen Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016
Riepilogo
Der Ende 2018 publizierte Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016 präsentiert Vorkommen, Häufigkeit und Höhenverbreitung in bislang unerreichter Präzision. Die wichtigsten Resultate sind: (1) Häufige Arten werden insgesamt eher häufiger. (2) Viele Waldarten nehmen zu. (3) Die grössten Probleme liegen im Kulturland. (4) Bestände vieler Feuchtgebietsarten sind nach wie vor sehr tief. (5) Viele Langstreckenzieher büßten Terrain ein; herbe Verluste bei Insektenfressern. (6) Greifvogelarten konnten sich erholen. (7) Die Klimaerwärmung hinterlässt Spuren: Etliche Arten haben ihre Verbreitung nach oben verschoben. (8) Die Artenförderung ist unverzichtbar. Die kostenlose Online-Version bietet den vollständigen Inhalt der gedruckten Version, interaktive Karten und vieles mehr: https:// www.vogelwarte.ch/de/atlas.
Etwa 40 Prozent der Schweizer Brutvogelarten ernähren sich fast ausschließlich von Insekten. Weitere 25 Prozent haben eine gemischte Diät, ziehen ihre Jungen aber vorwiegend mit Insekten auf. Deshalb ist der Bedarf an geeigneten und zudem leicht zu erbeutenden Insekten groß. Besonders der starke Rückgang der Insekten in der Kulturlandschaft ist für die Brutvögel problematisch.
Collaboratori