Vögel der Stadt Chur: Kartierung und Handlungsvorschläge zu Gunsten der Siedlungsbiodiversität
Riepilogo
Der Verein Vogelschutz Chur führte in Zusammenarbeit mit dem Bündner Naturmuseum und der Regionalstelle Graubünden der Schweizerischen Vogelwarte eine Kartierung der Siedlungsvögel in Chur durch. Ziel war es, die Artenvielfalt/-zusammensetzung und die Häufigkeit der einzelnen Arten zu erheben und damit die ornithologisch wertvollen Gebiete der Stadt zu ermitteln, eine Grundlage für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu schaffen und Massnahmen zur Förderung der Biodiversität abzuleiten. 16 Personen beteiligten sich an der Kartierung. Sie konnten 11’327 Beobachtungen von 64 Arten erfassen. Die häufigsten Arten waren Haussperling, Amsel und Mönchsgrasmücke. An 17 Stellen konnte der anspruchsvolle Gartenrotschwanz nachgewiesen werden. Diese Art eignet sich aufgrund der hohen Lebensraumansprüche gut als Indikator für eine hohe Siedlungs-Biodiversität und als attraktive Art auch als Sympathieträger in der Öffentlichkeitsarbeit.
Die erfassten Daten wurden in Beziehung mit den Lebensraumvariablen Grünfläche und Anzahl Bäume gebracht. Es zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von anspruchsvollen Arten und einer Kombination aus viel Grünfläche und zahlreichen Bäumen auf derselben Fläche.
Aus den Erkenntnissen werden konkrete Handlungsvorschläge für verschiedenste Akteure in der Stadt Chur abgeleitet.