PUBBLICAZIONI

Bewegungs- und Raumnutzungsmuster adulter Steinkäuze (Athene noctua) während der Brutzeit in Abhängigkeit des Habitattyps

Staggenborg, Julia
Lingua
ger
Anno di pubblicazione
2014


Riepilogo

Landwirtschaftliche Flächen stehen vielen Vogelarten als Lebensraum zur Verfügung. Doch konnte in den letzten Jahrzehnten ein beständiger Rückgang vieler dieser Arten verzeichnet werden, der auf die Intensivierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Heterogenität zurückgeführt wird (Van Nieuwenhuyse et al. 2008, Chamberlain et al. 2000). Intensive Bewirtschaftung, dichte hohe Vegetation und der Verlust von strukturreichen Grenzflächen vermindern die Beuteabundanz und erschweren die Beuteerreichbarkeit für Agrarvögel (Chamberlain et al. 1999, Benton et al. 2002, Van Nieuwenhuyse et al. 2008, Brickle et al. 2000). Der Eintrag von Beute ist aber ausschlaggebend für die Fitness der Vögel. Um Einflüsse unterschiedlicher Habitateigenschaften mit variierender Nahrungsverfügbarkeit auf die Fitness zu untersuchen, wurde das Raumnutzungsverhalten von 19 weiblichen Steinkäuzen (Athene noctua) in unterschiedlichen Habitaten während der Brutzeit mittels GPS-Loggern untersucht. Anhand der daraus gewonnenen Daten konnten Habitatpräferenzen, Aktionsraumgrößen und Aktivitätsmuster ermittelt werden. Die Steinkäuze wiesen in ihren Habitaten Unterschiede bezüglich der Faktoren Acker-, Grünland, Obstwiesen- und Rebflächenanteil, Parzellengröße, sowie Struktur- und Parzellenanzahl auf. Steinkäuze, die viel Ackerland in der näheren Umgebung des Brutbaumes aufwiesen, besuchten überproportional die wenig vorkommenden Streuobstwiesen und Grünflächen. Acker- und Rebflächen wurden gemieden. Steinkäuze mitviel Ackeranteil wiesen größere Aktionsräume auf als Steinkäuze mit diverserem Habitat. Größere Aktionsräume führten zu größeren zurückgelegten Distanzen. Ein hoher Anteil an Rebkulturen führte zu größeren Flugdistanzen und häufigeren Jagdausflügen. Diese Resultate können auf die variierende Verfügbarkeit von Nahrung in Habitaten unterschiedlicher Qualität zurückgeführt werden. Die Habitateigenschaften wirken sich demnach auf das Verhalten der Steinkauzweibchen während der Brutzeit aus und fordern unterschiedlich hohen Energieeinsatz. Um den Schutz des Steinkauzes zu garantieren, muss das Augenmerk auf die Erhaltung der Habitate gelegt
werden, die sich positiv auf den Energiehaushalt der Steinkäuze auswirken.

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