Jahresbericht Wauwiler Ebene 2012: mit integriertem Jahresbericht aus dem Naturschutzgebiet Wauwilermoos
Riepilogo
Im Berichtsjahr wurde auf Öffentlichkeitsarbeit ein besonderes Gewicht gelegt. So wurden je eine Flurbegehung für Behörden und Landwirte durchgeführt. Auch wurden neue Informationstafeln und ein Kalender mit den Leitarten des Projekts hergestellt. Die Landwirte haben wir im bisherigen Rahmen beraten. Auch der Lebensraum ist aufgewertet worden. Fast 5 ha Blumenwiesen haben die Landwirte neu angesät. Ausserdem wurden eine Buntbrache und ein Weiher angelegt.
Im Rahmen der Erfolgskontrolle wurden die Bestände der Leitarten Tagpfauenauge und Mattfleckiger Dickkopffalter kartiert. Bei beiden resultierten deutlich schlechtere Bestände als im Vergleichsjahr 2003, was aber vermutlich nicht auf verschlechterte Lebensraumbedingungen, sondern auf natürliche Bestandsschwankungen zurückzuführen ist. Des Weiteren erforschten wir, wie sich Altgrasstreifen in den Extensivwiesen auf die Besiedlung durch Heuschrecken auswirken. Es zeigte sich, dass sich in Altgrasstreifen etwa dreimal mehr Heuschrecken aufhalten als im gemähten Bereich, und dass einige Arten nur in den Rückzugsstreifen anzutreffen sind. Die Bestände des Feldhasen haben sich geringfügig erholt und der Kiebitz hatte im Berichtsjahr wiederum einen beachtlichen Fortpflanzungserfolg.
Im Naturschutzgebiet Wauwilermoos wurden die Auswirkungen der Beweidung durch Hochlandrinder auf Fauna und Flora beurteilt. Mehrere seltene Arten profitieren von dieser Bewirtschaftungsform. Im Hagimoos musste der Beweidungsversuch mit Wasserbüffeln leider aufgegeben werden. In allen Naturschutzgebieten konnten die üblichen Pflegemassnahmen durchgeführt werden. Faunistisch/floristisch bot das Berichtsjahr einiges Interessantes. Am Mauensee brütete erstmals der Kormoran. Auch zwei Tagfalterarten (Karstweissling, Mauerfuchs) wurden dort erstmals beobachtet. Im Hagimoos kam es zu einer Brut des Schwarzkehlchens und im Reservat Wauwilermoos siedelten sich Kiebitze, Drosselrohrsänger, Rohrschwirl und Schwarzkehlchen an.