Riepilogo
Die Wauwiler Ebene war ursprünglich geprägt von grossflächigen Feuchtgebieten und zwei Seen. Sie wurde sukzessive entwässert, der Torf wurde abgebaut und sie wird heute intensiv andwirtschaftlich genutzt. Die Schweizerische Vogelwarte hat sich seit den 1920er-Jahren engagiert, Reste der Feuchtgebiete zu erhalten. Dies gelang 1926, als eine «Brutreservation» eingerichtet wurde, die aber dem Wahlenplan («Anbauschlacht») während des Zweiten Weltkriegs geopfert wurde. Alfred Schifferli erreichte 1958, dass ein Streifen von nur 3 ha unter Schutz gestellt wurde. Ab 1970 konnte das Reservat Wauwilermoos auf 16 ha erweitert werden. Zahlreiche Versuche wurden unternommen, die Verlandung einzudämmen. Heute besteht ein Pflege- und Gestaltungskonzept, das gemeinsam von der Vogelwarte, Pro Natura und der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern umgesetzt wird. Seit den 1990er-Jahren engagiert sich die Vogelwarte für die ökologische Aufwertung der gesamten Wauwiler Ebene, ab 2002 im Rahmen des ersten Vernetzungsprojekts der Schweiz. So konnte der Anteil an Biodiversitätsförderflächen von 7,9 auf 10,5 % er höht werden, zu einem Drittel in ökologisch hoher Qualität, und es wurden 43 Kleingewässer an gelegt. Die Vogelwelt wandelte sich seit 1900 stark: Typische Arten der Riedwiesen sowie der extensiv genutzten Kulturlandschaft verschwanden, auf Gehölze angewiesene Vogelarten und Greifvögel nahmen zu. Dank Naturschutzmassnahmen vor allem in den Reservaten kamen Arten der Feuchtgebiete hinzu. Als Folge der Aufwertungsmassnahmen im Rahmen des Vernetzungsprojekts nahmen einige Arten der Kulturlandschaft ab der Jahrtausendwende zu, die Feldlerche ging aber weiterhin zurück. Das Wauwilermoos und die gesamte Wau wiler Ebene haben auch heute noch eine überragende ökologische Bedeutung und sind in mehreren Inventaren verzeichnet. Weil sich zurzeit mit klimatischen Veränderungen, zunehmendem Erholungsdruck und Änderungen in der Agrarpolitik negative Entwicklungen abzeichnen, ist es besonders wichtig, die Schutzgebiete weiterhin zielorientiert zu pflegen und in der gesamten Ebene Fördermassnahmen zu ergreifen.
The plain of Wauwil was originally characterised by extensive wetlands and two lakes. It was successively drained, the peat was extracted and today it is used intensively for agriculture. The Swiss Ornithological Institute has been committed to preserving remnants of the wetlands since the 1920s. This was achieved in 1926, when a reserve was set up, but this was sacrificed to the Wahlen plan (also called the «cultivation battle»)during the Second World War. In 1958, Alfred Schifferli succeeded in having a strip of only 3 hectares placed under protection. From 1970 onwards, the Wauwilermoos reserve was extended to 16 hectares. Numerous attempts were made to halt the silting of the ponds and their encroachment by reeds and bushes. Today there is a management concept that is implemented jointly by the Swiss Ornithological Institute, Pro Natura and the Canton of Lucerneʼs Agriculture and Forestry Department. Since the 1990s, the Swiss Ornithological Institute has been committed to the ecological enhancement of the entire plain of Wauwil, starting in 2002 as part of Switzerlandʼs first ecological connectivity project. As a result, the proportion of biodiversity promotion areas was increased from 7.9 to 10.5%, a third of which were of high ecological quality, and 43 ponds were created. The avifauna has changed considerably since 1900: typical species of wet meadows and extensively used agricultural lands have disappeared, species of woodland and birds of prey have increased and some wetland species have been added. Thanks to the measures taken as part of the connectivity project, some species in the cultivated landscape increased, but the Eurasian Skylark continued to decline. The Wauwilermoos and the entire plain of Wauwil are still of outstanding ecological importance today and are listed in several inventories. As various threats are currently emerging, it is important to maintain the protected areas in a targeted manner, but especially to take measures to the enhancement of the entire plain in order to continue the positive developments to date.