newTree Projekt

Zugvogelschutz in der Sahelzone Westafrikas

In der Sahelzone Burkina Faso’s wird degeneriertes Land durch kleinräumige Einzäunungen (jeweils rund 3 ha gross) vor Tierverbiss und Abholzung geschützt. Dieses Projekt, unter der Leitung der NGO’s newTree und tiipaalga, ermöglicht eine natürliche und nachhaltige Wiederbewaldung, von welcher die lokalen Bauern profitieren und welche die Bodenfruchtbarkeit langfristig wieder herstellt. Von diesen kleinen Flächen mit einer grossen Wirkung profitiert auch die Biodiversität.

Bereich Förderung
Ressort Internationaler Vogelschutz
Themen Artenförderung, Lebensraumförderung, Zugvögel
Lebensraum Halboffenes Kulturland
Projektstart 2022
Projektstatus laufend
Projektleitung Alain Jacot
Projektregion Afrika

Details

Projektziele

Unsere Studie untersucht die positiven Auswirkungen dieser Massnahme auf die Biodiversität, spezifisch auf die Zug- als auch auf die Brutvögel, und die lokalen Bauernfamilien.

Vorgehen

Wir untersuchen die Auswirkungen der Einzäunungen auf Vogelgemeinschaften mit Hilfe eines akustischen Monitorings. Insbesondere untersuchen wir, wie sich jahreszeitliche Schwankungen der Vegetation auf die Lebensraumnutzung durch einheimische und ziehende Vögel innerhalb und ausserhalb der Gehege auswirken. In einem zweiten sozio-ökologischen Ansatz, erfassen wir die Bedeutung verschiedener Ökosystemdienstleistungen für die lokale Bevölkerung und andere Interessengruppen.

Bedeutung

Dieses Projekt liefet wichtige Informationen über die optimale Vegetationsstruktur, von welcher sowohl die Vogelwelt als auch die lokale Bevölkerung profitiert. Unsere Arbeit zeigt die entscheidende Bedeutung der Wiederherstellung von Lebensräumen in kleinem Massstab für eine nachhaltige Lebensgrundlage der Bevölkerung und den Schutz von Vögeln auf. Die Erkenntnisse dienen als Argumentarium und Grundlage für künftige Wiederbewaldungsprojekte in der Sahelzone.

Projektpartner

Fachpublikationen

Mitarbeitende

Betroffene Vogelarten

Alpensegler
Baumpieper
Bienenfresser
Blauracke
Blauwangenspint
Brachpieper
Braunkehlchen
Dorngrasmücke
Fahlsegler
Feldschwirl
Fitis
Gartengrasmücke
Gartenrotschwanz
Gebirgsstelze
Gelbspötter
Grauschnäpper
Häherkuckuck
Heckensänger
Iberienzilpzalp
Kuckuck
Kurzzehenlerche
Mauersegler
Mehlschwalbe
Mauren-/Balkansteinschmätzer
Mönchsgrasmücke
Nachtigall
Orpheusgrasmücke
Orpheusspötter
Ortolan
Pirol
Rauchschwalbe
Rohrschwirl
Rötelschwalbe
Rotkopfwürger
Schafstelze
Schilfrohrsänger
Steinrötel
Teichrohrsänger
Trauerschnäpper
Turteltaube
Wachtel
Waldlaubsänger
Weissbartgrasmücke, unbestimmt
Wendehals
Wiedehopf
Ziegenmelker
Zwergohreule
Internationaler Vogelschutz link
Ressort

Internationaler Vogelschutz

Die Bestände afrikanisch-eurasischer Zugvögel sind zunehmend rückläufig – besonders betroffen sind insektenfressende Arten. Um diesen alarmierenden Trend umzukehren, sind wirksame internationale Schutzmassnahmen entlang der gesamten Zugrouten erforderlich. Mit dem neuen Rahmenprogramm Internationaler Vogelschutz nimmt sich die Schweizerische Vogelwarte dieser globalen Herausforderung an. Es verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, internationale Zusammenarbeit und konkrete Schutzmassnahmen in Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist die Koordination des internationalen Aktionsplans AEMLAP (African Eurasian Migratory Landbirds Action Plan). So unterstützt die Vogelwarte den langfristigen Schutz der Zugvögel – über Länder und Kontinente hinweg.

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