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Ökologische Infrastruktur

Sicherung und Aufbau eines landesweiten Netzwerks für die Biodiversität

Die ökologische Infrastruktur ist ein Netzwerk von Flächen, welches für die Biodiversität grosse Bedeutung hat. Sie dient dazu, die wertvollen natürlichen und naturnahen Lebensräume in der Schweiz zu erhalten, aufzuwerten, wiederherzustellen und zu vernetzen. Als eines der wichtigsten Ziele des Aktionsplanes der Biodiversitätsstrategie der Schweiz soll die ökologische Infrastruktur in alle raumwirksamen Tätigkeiten von Bund, Kantonen und Gemeinden integriert werden. Die Vogelwarte beteiligte sich an der vom Bund beauftragten Flächenanalyse von InfoSpecies.

Bereich Förderung
Ressort Artenförderung
Thema Artenförderung, Lebensraumförderung
Lebensraum Ackerland, Felsiges Gelände, Feuchtgebiete, Gewässer, Halboffenes Kulturland, Hochgebirge, Ödland, Siedlungen, Wald, Wiesen und Weiden
Projektstart 2019
Projektstatus laufend
Projektleitung Claire Lischer
Projektregion Schweiz

Details

Projektziele

InfoSpecies, die Dachorganisation der nationalen Daten- und Informationszentren für Arten, führte 2019-2021 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) eine Analyse über den Ist- und Soll-Zustand der ökologischen Infrastruktur (ÖI) durch. Ziel war, auf Basis der in den Datenbanken abgelegten Daten von einheimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, eine Grundlage bereitzustellen für die zukünftige Biodiversitätsförderung, insbesondere für die Planung der ÖI durch Bund und Kantone. Die Vogelwarte brachte zusammen mit anderen ExpertInnen die Bedürfnisse der mobilen Wirbeltierarten ein.

Vorgehen

Die Arten- und Lebensraumvielfalt der Schweiz wurde in 26 Gilden aufgeteilt. Diese leiten sich aus einer Gruppierung von Arten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen ab. Für jede Gilde wurden Qualitäts-Indikatorarten aus möglichst vielen Organismengruppen von Artspezialisten definiert. Ihr Vorkommen weist auf eine gute Lebensraumqualität hin. Ihre Fundmeldungen bilden die Grundlage der Modellierungen und Flächenanalysen dieses Projekts. Die Analyse wurde für jede der 26 Gilde durchgeführt. Detaillierte Informationen sind im technischen Bericht von InfoSpecies zu finden.

Bedeutung

Mit der Analyse von InfoSpecies konnten die bedeutenden Gebiete für die Artenvielfalt in der Schweiz lokalisiert werden. Sie zeigt auch das Potenzial, die Defizite und den Ergänzungsbedarf an Flächen auf. Die Ergebnisse der Flächenanalyse lassen sich auf einen Kanton, einen Naturpark oder eine Gemeinde herunterbrechen. Somit können die Daten sowohl regional als auch schweizweit als Grundlage für die zukünftige Naturschutzpolitik dienen. Die Wiederholbarkeit der Studie ist dank der wissenschaftlichen Analyse und deren detaillierter Beschreibung im technischen Bericht gewährleistet.

Ergebnisse

Die Resultate und Produkte der InfoSpecies-Analyse «Gebiete zur Erhaltung von Arten und Lebensräumen» stehen pro Gilde in digitaler Form auf der Webseite von InfoSpecies zum Herunterladen und Visualisieren (interaktive Karte) bereit. Für Fachpersonen der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzfachstellen stehen die Ergebnisse zudem über das Virtual Data Centre (VDC) des Bundes zur Verfügung.

Weitere Informationen

In der Analyse wurde zwischen «sessilen» und «mobilen» Gilden unterschieden: die ersten umfassen nicht oder nur wenig mobile Arten (v.a. Gefässpflanzen, Moose, Pilze, Flechten, Wirbellose, aber auch bestimmte Fische, Amphibien, Vögel und Säugetiere, wenn sie mit einem spezifischen Lebensraum verknüpft sind). Mobile Gilden beinhalten nur Wirbeltiere (Amphibien, Reptilien, kleine Säugetiere und Vögel). Während sich sessile Gilden direkt aus der Lebensraumtypologie TypoCH nach Delarze ableiten lassen, sind mobile Gilden auf mosaikartige Lebensräume auf Landschaftsebene angewiesen (s. Titelbild).

Projektpartner

Fachpublikationen

Mitarbeitende

Weitere Ressourcen
externer Link
BirdLife-Kampagne Ökologische Infrastruktur
birdlife.ch
Artenförderung link
Ressort

Artenförderung

Die Artenförderung koordiniert die Entwicklung, Verbesserung und Verbreitung von Massnahmen zu Gunsten prioritärer Vogelarten, denen mit Lebensraumschutz alleine nicht geholfen werden kann. Gemeinsam mit BirdLife Schweiz und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) koordiniert das Ressort zudem das “Programm Artenförderung Vögel Schweiz”.

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