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Biologie, Förderung und Schutz von Feldlerchenbeständen in der subalpinen und alpinen Stufe der Schweiz: Methodenbeschreibung und Resultate aus dem Pilotjahr 2016 am Schamserberg (GR)

Aelvoet, Pauline; Guyot, Claire; Graf, Roman; Spaar, Reto
Language
ger
Year of publication
2016

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Abstract

Aufgrund der landwirtschaftlichen Intensivierung sind die Bestände der Feldlerche in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz stark zurückgegangen. Deshalb ist die Feldlerche eine der fünfzig Prioritätsarten für Artenförderungsprogramme in der Schweiz. Die Hälfte der Feldlerchenbestände kommen über 1000 m ü.M. vor, insbesondere in subalpinen und tieferen alpinen Lagen. Um wichtige Kenntnislücken über die Feldlerchenbestände in diesen Höhenlagen zu schliessen, wurde 2016 ein vierjähriges Forschungs- und Förderungsprojekt mit einem Pilotjahr am Schamserberg (Naturpark Beverin, Mittelbünden) gestartet. Die Ziele waren die Schätzung der Revierdichten, die Sammlung von Daten zur Brutbiologie und zum Lebensraum sowie die Entwicklung geeigneter Methoden für die nächsten Jahre. Die Fläche des Untersuchungsgebiets am Schamserberg betrug 833 ha. Zur Schätzung der Revierdichten wurde eine Revierkartierung mit vier Begehungen von April bis Anfang Juli durchgeführt. Um die Lebensraumansprüche der alpinen Feldlerchen zu bestimmen, wurden verschiedene Habitatvariablen im Feld erfasst oder im QGIS erhoben. Vor der ersten Mahd, welche je nach Höhenlage zwischen Anfang Juni und Ende Juli startete, wurde ein 100 x 100 m Raster über die ganze Untersuchungsfläche gelegt und an 844 Rasterpunkten die Lebensraumtypen mithilfe des ALL-EMA Schlüssels sowie die Vegetationsstruktur und der landwirtschaftliche Nutzungstyp bestimmt. Informationen zu Parzellenflächen, Mahdverträgen, Düngung und Schnittzeitpunkten konnten aus den QGIS-Layern des Naturparks Beverin und aus der Geodatenbank des Kantons Graubünden herausgelesen werden. Die Geländestrukturen wurden direkt auf dem Satellitenbild mit Hilfe der kantonalen QGIS–Layer („Landschaftsqualitäts-Vertragsobjekte“) gezeichnet. Die Geländeparameter Höhe, Neigung und Exposition wurden für jeden Lebensraumtyp-Punkt aus den QGIS-Rasterlayern herausgelesen. Für die brutbiologischen Daten wurde systematisch nach aktiven Nestern gesucht und die entdeckten Nester alle zwei bis drei Tage besucht. In der Nestumgebung sowie in drei Kontrollflächen wurden die gleichen Vegetationsparameter erfasst wie an den Rasterpunkten.

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