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Höher, größer, mehr – Gehölzstrukturen in einer inneralpinen Kulturlandschaft

Graf, Roman; Korner, Pius; Ginzler, Christian; Thee, Patrick
Magazine
Nat. Landsch. (Natur und Landschaft)
Language
ger
Year of publication
2021


Abstract

In einer alpinen Kulturlandschaft – dem zentralalpinen Trockental Engadin (Kanton Graubünden, Schweiz) – wurden Fläche und Höhe der Gehölze für die Jahre 1985 und 2011/2012 bestimmt. Die Gehölzfläche hat in dieser Zeitspanne um 20 %, das Gehölzvolumen um 59 % zugenommen. Gehölze waren in steilen und tief gelegenen Teilen des Untersuchungsgebiets am häufigsten. Für kleinflächige Gehölze in ebenen, tief gelegenen, siedlungsnahen, intensiv genutzten Bereichen war die Wahrscheinlichkeit, zwischen 1985 und 2011 zu verschwinden, am größten. Anderseits sind in tief gelegenen Gebieten auch am meisten Gehölze neu entstanden. Gehölze, die 1985 noch niedrig waren, zeigten den größten Höhenzuwachs, aber auch die übrigen wuchsen stark auf. Das ist höchstwahrscheinlich auf die Vernachlässigung der Heckenpflege, die Extensivierung von Grenzertragsflächen und die Klimaerwärmung zurückzuführen. Das Verbuschen ganzer Fluren könnte gestoppt werden, wenn die Regelungen für die Förderung von Hecken vereinfacht würden und die Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege – z. B. zur Energiegewinnung – gefördert würde. Dabei ist zu gewährleisten, dass Hecken artenreich und strukturell vielfältig bleiben.

Keywords: Kulturlandschaft, Verbuschung, Gehölzvegetation, Alpen, Landschaftswandel, Hecken

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Development in the Engadine

In 1987/88, in 70 areas representative of the cultivated landscape totalling 37 km2 mapping of br...
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