Leitfaden zur Förderung der Uferschwalbe in der Schweiz. Praktische Tipps zum Umgang mit Kolonien in Abbaustellen und zum Bau von Brutwänden
Abstract
Die Uferschwalbe Riparia riparia ist eine seltene Vogelart, die in der Schweiz potenziell gefährdet ist. Sie brütet fast ausschliesslich in aktiv betriebenen oder stillgelegten Abbaustellen wie Kies- und Lehmgruben und steht damit in grosser Abhängigkeit menschlicher Tätigkeiten. Die Abbaustellen sind Ersatzlebensräume für die kaum noch vorhandenen Steilufer an Fliessgewässern. Sowohl der Gesamtbestand der Uferschwalbe als auch die Anzahl Kiesgruben sind in der Schweiz rückläufig. Daher gilt es, bestehende Brutplätze in den Abbaustellen zu erhalten und neue zu schaffen.
Künstliche Brutwände können lokal einen wichtigen Beitrag zur mittelfristigen Sicherung eines Bestands leisten. In der Schweiz verfügen wir bisher über wenig Erfahrung damit. In anderen Ländern wie den Niederlanden oder Deutschland konnten jedoch beträchtliche Erfolge verzeichnet werden.
Der vorliegende Leitfaden dient Grubenbetreibern, Natur- und Vogelschützern, Behörden und weiteren Akteuren bei der Planung und Umsetzung von Projekten zum Schutz der Uferschwalbe. Er gibt Empfehlungen zur Erhaltung und Förderung der Kolonien in Kiesabbaustellen und präsentiert die aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Bau von künstlichen Uferschwalben-Brutwänden.
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