Monitoring Feuchtgebiete: Hanenried und Usser Allmend-Schwerzbachried: Ergebnisse Brutvogelkartierung 2022
Abstract
Das Hanenried am südlichen Ende des Sarnersees wurde im Jahr 2015 ins Monitoring Feuchtgebiete der Schweizerischen Vogelwarte aufgenommen. Seit 2021 werden diese Erhebungen auch in den angrenzenden Feuchtgebieten Usser Allmend und Schwerzbachried durchgeführt. Von Mitte April bis Ende Juni werden während fünf Beobachtungsrundgängen alle Feuchtgebietsarten festgehalten und anschliessend ihre Brutreviere ausgeschieden. Der vorliegende Bericht stellt die Resultate des Monitorings aus dem Jahr 2022 dar.
Beim Braunkehlchen konnten drei Reviere festgestellt werden. Bei zwei Brutpaaren wurden anschliessend flügge Jungvögel beobachtet. Die lokale Population ist bemerkenswert, da das Braunkehlchen in der Schweiz unterhalb von 600 m ü.M. praktisch ausgestorben ist und nur noch an zwei weiteren Standorten im Tiefland brütet. Neben verbreiteten Feuchtgebietsarten wie Teichrohrsänger und Rohrammer konnten auch vier Reviere des Schwarzkehlchens und eines der Turteltaube registriert werden. Das Vorkommen dieser Arten zeigt, dass dieses Gebiet mit der Umsetzung weiterer Massnahmen zur Aufwertung des Lebensraumes einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Feuchtgebietsarten in der Zentralschweiz beitragen kann.