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Punktesystem Biodiversität der IP-Suisse – Stand und Entwicklung der Labelbetriebe: Stand 2013

Burg, Sarah; Birrer, Simon; Zellweger-Fischer, Judith; Jenny, Markus
Language
ger
Year of publication
2014

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Abstract

Im Jahr 2013 mussten die IP-Suisse-Produzenten verbindlich mindestens 17 Punkte erreichen. Die Angaben der Betriebe, die bis Ende 2013 ihre Daten eingegeben hatten, wurden einer Plausibilitätskontrolle unterzogen. Nach dieser Kontrolle lagen Daten von 8‘986 Betrieben vor. Diese wurden genutzt, um zu prüfen, ob die dem Punktesystem zugehörigen Leitlinien eingehalten werden. Die Entwicklung von Punktezahl und Massnahmen zur Förderung der Biodiversität von 2010 bis 2013 konnte anhand derjenigen 4‘290 Betriebe untersucht werden, von welchen aus allen drei Jahren Daten vorlagen. Die Vorgabe von 17 Punkten wurde im Jahr 2013 von 93 Prozent der Betriebe erfüllt. Allerdings erfüllten fast 16 % dieser Betriebe die Vorgabe nicht, wonach 15 dieser Punkte aus dem Bereich Biodiversität stammen müssen. Die Entwicklung der Punktezahl verläuft ansonsten weiterhin positiv, so stieg wiederum der Anteil jener Betriebe, welche mindestens 9 % Biodiversitätsförderflächen (BFF) in ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) aufwiesen. Die Leitlinien werden noch besser erfüllt als im Vorjahr, aber die Entwicklung liegt deutlich hinter jener der Punktezahl zurück. Hier ist noch Steigerungspotential vorhanden, besonders bei der Förderung der Biodiversität auf Ackerbauflächen besteht nach wie vor ein grosser Handlungsbedarf. Der Anteil der BFF auf Ackerland ist immer noch gering und zum Teil sogar rückläufig. So weisen nur 9,8 % der Betriebe mit über 50 % Ackerland mindestens 3 % BFF auf Ackerland auf (2012 waren es noch 10,6 %). Nach wie vor legen nur rund die Hälfte der Bergbetriebe mit LN in der Talzone auch Biodiversitätsförderflächen in der Talzone an. Am meisten Punkte werden mit extensiven Wiesen und auch weiterhin zu einem grossen Teil mit Obstbäumen generiert. Erfreulich ist die kontinuierliche Zunahme von Flächen mit Qualität und Struktur. Biodiversitätsförderflächen in ackerbaulichen Gunstlagen, vor allem grossflächige BFF, sind jedoch immer noch sehr stark untervertreten. Ihnen sollte bei der Weiterbildung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auch sollten spezifische Massnahmen auf der Produktionsfläche (Acker- und Grünland), welche bis anhin nur wenig umgesetzt werden, gefördert werden. Um die Datenqualität in Zukunft weiterhin zu steigern, schlagen wir einige zusätzliche Sicherungen in der Datenbank vor. Insbesondere sollte eine Sicherung bzw. Fehlermeldung eingebaut werden, falls weniger als 15 Punkte im Bereich der Biodiversität erreicht werden. Wir empfehlen auch, in Zukunft die Landwirte noch vermehrt auf die Unterschiede im Wert der einzelnen BFF-Typen hinzuweisen. Insbesondere sollte auf den Mangel an grossen und wertvollen Flächen auf Ackerland aufmerksam gemacht werden und entsprechende Massnahmen aufgezeigt werden.

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