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Raum-zeitliches Verhalten von neun Stockenten Anas platyrhynchos im Winter

Korner, Pius; Sauter, Annette; Jenni, Lukas
Magazine
Ornithol. Beob. (Der Ornithologische Beobachter)
Language
ger
Year of publication
2015

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Abstract

Nine wintering Mallards were equipped with GPS tags with accelerometer. The location was registered every 30 min, and from the accelerometer data the duck was categorized as being active vs. inactive every two to five minutes. We observed large differences in the behaviour among individuals, e.g. in the local movements within the study perimeter of about 20 × 20 km. Two individuals were regular commuters. Other individuals showed a preference for some sites for short time periods before they switched to new sites. The use of apparently preferred sites for some days may reflect the depletion of a food source, e.g. on a field, by a flock of ducks. One duck was observed to steadily move up a small river between 4 and 17 h, possibly feeding. The activity level of the ducks, though showing a general daily pattern with peaks during twilight, varied greatly within and between individuals. These observations emphasise the well-known flexibility of this generalist species, and some observations may reflect the personality of the individuals. Finally, a pair was observed, tightly following each other except for a few periods of separation during the night. In one such event, the male moved around for several hours, with flights in different directions, apparently in search of the female, until the pair finally reunited.

Neun im Alpenvorland überwinternde Stockenten Anas platyrhynchos wurden mit GPS-Loggern mit Bewegungsmelder ausgerüstet. Halbstündlich wurde der Aufenthaltsort registriert, und aus den Daten des Bewegungsmelders konnte die Ente alle 2–5 min als aktiv oder inaktiv klassiert werden. Wir beobachteten grosse Unterschiede im Verhalten zwischen den Individuen, vor allem in der Raumnutzung innerhalb unseres Studiengebiets von etwa 20 × 20 km. Zwei Individuen pendelten regelmässig 8 km zwischen einer Tages- und einer Nachtstelle. Die meisten Individuen zeigten eine temporäre Präferenz für gewisse Stellen, bevor diese wieder aufgegeben und andere Stellen bevorzugt wurden. Möglicherweise widerspiegelt dies zum Teil die Erschöpfung einer Nahrungsquelle durch einen Entenschwarm, z.B. auf einem Feld. Eine Ente wurde beobachtet, als sie zwischen 4 und 17 h kontinuierlich einen kleinen Bach hochschwamm. Der Aktivitätslevel der Enten zeigte zwar einen ziemlich konstanten Tagesgang mit besonders viel Aktivität während der Dämmerungszeit, im Detail variierte die Aktivität aber stark, sowohl innerhalb wie auch zwischen den Individuen. Unsere Beobachtungen verdeutlichen die grosse Flexibilität der Stockente, und gewisse Beobachtungen sind möglicherweise Ausdruck der verschiedenen Persönlichkeiten der Enten. Schliesslich beobachteten wir ein Paar; die zwei Enten blieben meist nahe beieinander mit Ausnahme von wenigen Trennungen während der Nacht. In einem Fall flog das ♂ in verschiedene Richtungen und suchte anscheinend das ♀ während mehrerer Stunden, bevor die zwei Enten wieder vereint waren.

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