Abstract
2023 brütete erstmals ein Kuhreiherpaar Bubulcus ibis in der Schweiz. Erstmals seit 40 Jahren brütete wieder ein Steinkauzpaar Athene noctua in der Nordwestschweiz. Die Bestände von Graugans Anser anser (132 Bruten), Weissstorch Ciconia ciconia (960 Bruten), Kormoran Phalacrocorax carbo (3607 Bruten), Bartgeier Gypaetus barbatus (30 Bruten) und Bienenfresser Merops apiaster (298 Brutpaare) stiegen weiter an. Der Zistensänger Cisticola juncidis zeigte weiterhin eine starke Präsenz (14 Reviere). Das Tüpfelsumpfhuhn Porzana porzana hatte einen niedrigen Bestand (9 Reviere). Der Karmingimpel Carpodacus erythrinus erreichte einen neuen Rekordwert (66 Reviere). Beim Weissrückenspecht Dendrocopos leucotos ergab eine erstmalige systematische Aufnahme im Kanton Glarus 17 Reviere. Seltene Brutnachweise oder Meldungen von Revieren wurden für die folgenden Arten festgestellt: Krickente Anas crecca (1 Brut), Eiderente Somateria mollissima (1 Brut), Schellente Bucephala clangula (1 Brut), Schwarzhalstaucher Podiceps nigricollis (3 Bruten), Mornellregenpfeifer Charadrius morinellus (2 Brutpaare), Bekassine Gallinago gallinago (1 Revier), Sturmmöwe Larus canus (1 Brutpaar), Nachtreiher Nycticorax nycticorax (1 Brut, erste seit 12 Jahren), Rohrweihe Circus aeruginosus (3 Bruten), Mariskenrohrsänger Acrocephalus melanopogon (2 Reviere), Sperbergrasmücke Curruca nisoria (1 Revier) und Brachpieper Anthus campestris (6 Reviere). Eine Brillengrasmücke Curruca conspicillata brütete erfolgreich mit einer Dorngrasmücke C. communis und erneut eine Küstenseeschwalbe Sterna paradisaea mit einer Flussseeschwalbe S. hirundo. Erstmals seit Start des österreichisch-deutschen Wiederansiedlungsprogramms brütete ein Paar des Waldrapps Geronticus eremita. Mit Lachmöwe Chroicocephalus ridibundus und Flussseeschwalbe waren erstmals in der Schweiz Brutvögel von der hochpathogenen Variante der Vogelgrippe betroffen.
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