Auflichtung des lichten Waldes in Rénalo TI

Wiederbelebung der Kulturlandschaft im Tessiner Centovalli

Ein lichter, früher beweideter Wald, der nach mehreren Jahren der Vernachlässigung wieder zugewachsen war, wurde durch selektive Eingriffe wieder geöffnet. In Verbindung mit weiteren Aufwertungs-Massnahmen auf offenen Flächen und der Entbuschung von Mähwiesen im Gebiet „Máia” wird dieses Projekt wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Arten schaffen. Die Schweizerische Vogelwarte finanziert und begleitet das Projekt, indem sie fachlich berät und Zielarten von Vögeln und Fledermäusen überwacht.

Bereich Förderung
Ressort Aufschwung für die Vogelwelt
Themen Artenförderung, Lebensraumförderung
Lebensraum Wald, Wiesen und Weiden, Ödland, Halboffenes Kulturland
Projektstart 2022
Projektende 2031
Projektstatus laufend
Projektleitung Petra Horch
Projektregion Tessin

Details

Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, weitläufige, halboffene und strukturierte Kulturlandschaften wiederherzustellen, die seit vielen Jahren verschwunden sind. Dies wurde durch selektive Fällungen ermöglicht, um einen lichten, auf einer Waldweide basierenden Wald wiederherzustellen, sowie durch eine stärkere Strukturierung der bereits offenen und Übergangsbereiche. Das Projekt setzt sich mit der Wiederherstellung von terrassierten Wiesen fort, die im Gebiet von Máia vernachlässigt wurden und von jungen Birken überwuchert sind.

Vorgehen

Die Vegetationsdecke im Unterwuchs (Krautschicht) und die Trockenmauern wurden wiederhergestellt und die hundertjährigen Kastanienbäume freigestellt. Auf den angrenzenden Wiesen wurden junge Kastanienbäume und Hochstamm-Obstbäume gepflanzt und mit einheimischen Sträuchern bewachsene Waldränder angelegt. Kleinstrukturen Holz- und Steinhaufen, Ruderalflächen und kahle Böden bringen weitere Strukturen ins Projektgebiet. Ausserdem wurden Nistkästen für Vögel und Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse angebracht.

Nicht mehr bewirtschaftete, von jungen Birken überwucherte terrassierte Wiesen im Gebiet „Máia” werden im Rahmen einer zusätzlichen Projektphase wiederhergestellt. Indem sie wieder als extensive Wiesen regelmässig bewirtschaftet werden, erhöht sich ihr Artenreichtum durch eine vielfältige Nutzung. Beispielsweise durch die Schaffung von im Winter ungemäht stehenbleibenden Wiesenstreifen, die einen wichtigen Rückzugsraum für zahlreiche Kleintiere darstellen. Das gemähte Heu wird ebenfalls in traditioneller Form (Mèda) in Haufen auf den Wiesen belassen und bietet einen wertvollen Lebensraum für verschiedene Insektenarten.

Bedeutung

Die Aufwertung wird wertvolle Lebensräume für viele Arten schaffen, insbesondere dank der Vielfalt an Rückzugsorten und Strukturen sowie einer extensiven und vielfältigen, abwechslungsreichen Bewirtschaftung der Weiden und Mähwiesen. Unter den Vögeln werden Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Ziegenmelker, Wendehals und Schlangenadler von diesen Aufwertungen profitieren. Die Schweizerische Vogelwarte finanziert und begleitet das Projekt, indem sie eine Erfolgskontrolle für diese beiden ArtenGruppen durchführt, um die Wirkung der umgesetzten Massnahmen zu überprüfen.

Projektpartner

Donatoren

Mitarbeitende

Betroffene Vogelarten

Weitere Ressourcen
Avinews
Ein vergessenes Juwel kommt wieder ans Licht
vogelwarte.ch
Video
Lichter und beweideter Wald am Monte Rénalo (TI)
vogelwarte.ch
externer Link
Volontariato e Agricoltura
wwf-si.ch
externer Link
Articolo e servizio video "Via dal sistema, storie di vite fuori dall’ordinario", RSI
rsi.ch
Aufschwung für die Vogelwelt link
Ressort

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