Abstract
Seit 1995 werden im Grossen Moos grossflächig die Bestände ausgewählter Brutvögel erhoben. Im Jahre 2009 wurde beschlossen, das Monitoring zumindest bis 2015 weiter zu führen, aber auf das Kerngebiet zu beschränken. In dem vorliegenden Bericht werden erstmals die Daten aus den Jahren 2012 bis 2014 vorgestellt. Die schon im vorangegangenen Bericht erwähnte positive Entwicklung der Brutvögel im Grossen Moos hat sich fortgesetzt. Zwölf der 21 untersuchten Arten zeigen eine Zunahme und nur drei eine Abnahme (Kiebitz, Kuckuck, Sumpfrohrsänger). Erfreulich ist, dass der Rückgang der Grauammer in den letzten Jahren aufgehalten werden konnte. Der hohe Wert aus dem Jahr 2012 kam durch einen Einflug zustande, der auch anderswo festgestellt wurde. Erwähnenswert ist auch das Wiederauftreten des Kiebitzes, nachdem von der Art letztmals im Jahr 2006 Reviere festgestellt werden konnten. Die Ergebnisse des Monitorings wurden in einer Publikation im Ornithologischen Beobachter zusammengestellt (Birrer et al. 2013). Weiter wurden die Daten aus dem Monitoring für die Beurteilung des Neubauprojektes der Frauenhaftanstalt, die Erfolgskontrolle zur Umfahrungstrasse H10 (Ins, Gampelen, Gals BE) sowie als Grundlage für das Vernetzungsprojekt der Strafanstalt Bellechasse FR beigezogen.
Employees