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Grendelmeier et al 2024 – Vom Waldlaubsänger besiedelte Wälder in Kanton Schaffhausen

Grendelmeier, Alex
Language
ger
Year of publication
2024

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Abstract

Der Waldlaubsänger Phylloscopus sibilatrix (WAL) ist auf der Roten Liste der Schweizer Brutvögel als „verletzlich VU“ eingestuft und eine national prioritäre Art NPA für die Förderung. Damit die Forstpraxis für allfällige Fördermassnahmen angefragt und begeistert werden kann, ist im optimalen Fall das konkrete Vorkommen des Waldlaubsängers, für jeden in Frage kommenden Waldbestand, bekannt. WAL-Verortungen des nationalen MHB-Programms der Vogelwarte müssen dazu mit Zufallsbeobachtungen von ornitho.ch sowie weiterführenden Kartierungen ergänzt werden.
Mit einem Teilprojekt sollen kontinuierlich vom WAL besiedelte Waldbestände gefunden werden, so auch im Kanton Schaffhausen im Jahr 2024, worauf sich dieser Bericht beschränkt.
Um solche Wälder zu finden, wird eine dem Ziel angepasste Gebietsauswahl basierend auf den Habitatansprüchen und diversen GIS-Grundlagen getroffen. Zwischen 1. Mai und 15. Juni werden die Gebiete zwei Mal mit Klangattrappe oder mindestens drei Mal ohne Klangattrappe nach Waldlaubsängern abgesucht.
2024 wurden im Kanton Schaffhausen zehn Gebiete (22,6 km2) durch die Vogelwarte und Turdus (Vogel- und Naturschutzverein Schaffhausen) abgesucht und dabei 14 Reviere des Waldlaubsängers gefunden. Das Vorkommen scheint für den Kanton Schaffhausen tief und ist mit grösster Wahrscheinlichkeit auf die mittlere bis starke Samenmast der Buche von 2023 zurückzuführen (kantonsweite Halb- und Vollmasten), welche aufgrund der steigenden Nagerdichte indirekt eine tiefe Ansiedlungswahrscheinlichkeit des Waldlaubsängers im Folgejahr bewirkt.
Durch das geringe Vorkommen kann kein ausreichender Rückschluss auf das Lebensraumpotenzial und die Verbreitung der Art im Kanton Schaffhausen gemacht werden, weshalb eine weitere Kartierung nötig ist. 2025 bietet sich für eine Wiederholungskartierung an, da vorläufige Beobachtungsdaten der Buchenmast auf eine kantonsweite Fehlmast der Buche und anderer wichtiger Baumarten für 2024 hindeuten und die WAL Ansiedlungsrate 2025 somit wieder höher sein sollte.

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