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Punktesystem Biodiversität der IP-Suisse: Stand und Entwicklung der Labelbetriebe bis 2025

Meichtry-Stier, Kim; Birrer, Simon
Language
ger
Year of publication
2026

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Abstract

Seit 2008 setzen die IP-Suisse Betriebe im Rahmen des Punktesystems Biodiversität Massnahmen um, um die Biodiversität auf ihren Betrieben zu fördern. Das Punktesystem wurde wissenschaftlich begleitet und erlaubt es, die Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte und allfälliges Optimierungspotential aufzuzeigen. Seit 2013 gilt eine Mindestpunktezahl von 15 Punkten, welche die Betriebe erreichen müssen. Im Auftrag der IP-Suisse wertet die Schweizerische Vogelwarte die Angaben der Betriebe aus und erstellt einen Zustandsbericht.
Die IP-Suisse hat 2022 beschlossen, ihr Punktesystem anzupassen, um ihren Vorsprung bezüglich Biodiversität gegenüber den restlichen Schweizer Landwirtschaftsbetrieben zu halten. Ab 2026 gibt es deshalb zwei Änderungen in den Richtlinien. Einerseits fällt die Projektqualität weg, was sich auf die Berechnung der Punktezahl auswirkt, andererseits gibt es die neue Vorgabe, dass die BFF-Fläche im Minimum 9 % der LN betragen muss. Dank einer Ausnahmeregelung erfüllen Betriebe, die weniger als 9 % BFF aufweisen, dennoch die Label-Richtlinie, wenn sie mindestens 22 Punkte erreichen.
Erfreulicherweise nahm die durchschnittliche Punktezahl seit Beginn stetig zu und beträgt mittlerweile 21,2 Punkte. Dabei zeigen sich Unterschiede nach Betriebsgrösse und IP-Suisse Programmen. Insbesondere kleine Betriebe und jene mit Mastkälbern erreichen im Schnitt höhere Punktezahlen, während grössere Betriebe und solche mit Mastschweinen unter-durchschnittliche Punktezahlen aufweisen.
Die neuen Richtlinien stellen eine Herausforderung für gewisse Produzentinnen und Produzenten dar. Knapp 20 % der Betriebe müssen ihre Bemühungen verstärken, um die Vorgaben ab 2026 zu erfüllen. Gut die Hälfte dieser Betriebe weist 2025 weniger als die geforderten 9 % BFF auf. Die übrigen Betriebe erfüllen zwar die Anforderung von 9 % BFF, haben aber wegen der wegfallenden Projektqualität weniger als 15 Punkte. Landwirtinnen und Landwirte, welche die Richtlinien nicht mehr erfüllen, werden von der IP-Suisse beraten, damit sie die benötigte Punktezahl wieder erreichen können.
Positiv hervorzuheben ist, dass der Anteil an hochwertigen BFF, welche besonders relevant sind für die Biodiversität, eben-falls seit Beginn stetig zunimmt. Der minimale Bedarf von 10 % ist nicht erreicht, es gibt ein grosses Optimierungspotential bezüglich Qualität der BFF.

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Wildlife-friendly agriculture in collaboration with IP-Suisse

The long-standing cooperation between IP-Suisse and the Swiss Ornithological Institute to promote...
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