Wauwiler Ebene – Jahresbericht 2025: Mit integriertem Bericht aus dem Naturschutzgebiet Wauwilermoos
Abstract
Die Landschaftsqualitäts- und Vernetzungsprojekte werden per 1. Januar 2028 in «Projekte für regionale Biodiversität und Landschaftsqualität» zusammengeführt. Im September 2025 hat das lawa den Antrag der Trägerschaft zur Verlängerung der dritten Umsetzungsperiode des Vernetzungsprojekts Wauwiler Ebene bis zum 31. Dezember 2027 genehmigt. Für die Verlängerung ist keine Übergangsvereinbarung notwendig, sondern eine digitale Bestätigung zur Weiterführung der Ver-netzungsflächen via agate bei der Datenerhebung im Februar. Am 23. September 2025 wurden sämtliche Betriebsleite-rinnen und Betriebsleiter, die mindestens eine Vernetzungsfläche innerhalb des Perimeters bewirtschaften, sowie die Landwirtschaftsbeauftragten der Gemeinden Egolzwil, Ettiswil, Knutwil, Mauensee, Schötz und Wauwil und die Gemeinden selbst per E-Mail über die Verlängerung informiert. Bezüglich der Anzahl Vereinbarungen gab es keine Veränderungen. Im Projektjahr 2025 fanden situative Beratungen zu kleineren Aufwertungen oder zur Bewirtschaftung bestehender Flächen statt. Im Winter 2024/2025 wurden in drei Säumen und Wiesenstreifen Dornbuschgruppen gepflanzt und bei der Ron-mühli wurde im Frühjahr eine Hecke aufgewertet. Bei den Wirkungskontrollen standen Aufnahmen zum Feldhasen, zu den Brutvögeln und zum Kiebitz an. Mit 51 Feldhasen wurden 2025 mehr Individuen festgestellt als noch im Vorjahr. Bei den Brutvögeln waren die Revierzahlen ähnlich wie im Vorjahr. Deutliche Unterschiede gab es bei Goldammer (2025 13 Re-viere weniger), Kiebitz (+10), Rohrammer (–8), Saatkrähe (+10), Teichrohrsänger (–13), Turmfalke (+7) und Weissstorch (+8). Erfreulicherweise war 2025 der Bestand der Wachtel mit mindestens sechs Revieren so hoch wie seit 2013 nicht mehr. Bemerkenswert ist die stetige Zunahme des Neuntöters, der mittlerweile neun Reviere in der Wauwiler Ebene be-setzt. Auch das Schwarzkehlchen setzt den positiven Trend der letzten Jahre fort mit neu sechs Revieren, wovon vier ausserhalb des Schutzgebiets Wauwilermoos liegen. Ein Rekordjahr gab es bei den Kiebitzen. 57 Brutpaare produzierten mindestens 88 flugfähige Jungvögel, so viele wie noch nie seit Projektbeginn. Lorin Trösch schaute zudem im Rahmen seiner Maturaarbeit bei der Feldlerche genauer hin. Er wollte herausfinden, ob die Feldlerche in der Wauwiler Ebene noch Bruterfolg hat. Trotz hohem Beobachtungsaufwand konnte er diese Frage nicht eindeutig bejahend beantworten. Die Re-servatbetreuung im Naturschutzgebiet Wauwilermoos erfolgte im üblichen Rahmen. Die Anzahl der im Rahmen des Moni-torings festgestellten Reviere der Brutvögel war etwas tiefer als in den Vorjahren. Bemerkenswert ist die hohe Revierzahl der Stockente, des Rohrschwirls sowie je zwei Reviere des Drosselrohrsängers, der Zwergdommel und des Schwarzkehl-chens. Bei den zufälligen Beobachtungen sind ein tief durchziehender Schelladler am 14. Mai sowie der Erstnachweis einer Südlichen Grille am 27. Juli aussergewöhnlich.
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