Der Weissstorch ist eine der bekanntesten Vogelarten. Seine grosse Popularität verdankt er seinem stattlichen Erscheinungsbild und seiner Lebensweise in enger Nachbarschaft zum Menschen. Seine Bestände brachen im 20. Jahrhundert ein und die Art verschwand vielerorts, unter anderem auch in der Schweiz. Dank grossem Engagement vieler Storchenfreunde nehmen die Bestände des Weissstorchs heute wieder zu. Seine Rückkehr steht beispielhaft für eine erfolgreiche Wiederansiedlung und Förderung. Dennoch sind verschiedene Schutz- und Fördermassnahmen nötig, um die Erfolge der letzten Jahrzehnte zu sichern.
Der Weissstorch besiedelt Riedgebiete und das offene Kulturland, insbesondere extensiv genutzte Feuchtwiesen und Weideland.
Der Horst des Weissstorchs befindet sich meist auf exponierten Gebäuden oder auf frei stehenden Bäumen, vorzugsweise in unmittelbarer Umgebung der Nahrungsgründe.
In artenreichen Wiesen und Feuchtgebieten findet der Weissstorch seine bevorzugte Beute: Grossinsekten, Regenwürmer, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien.
Durch die Besenderung von Weissstörchen ist ihr Zugverhalten und dessen Veränderung über die Zeit relativ gut untersucht.
Mitarbeitende
Betroffene Vogelarten
Artenförderung
Die Artenförderung koordiniert die Entwicklung, Verbesserung und Verbreitung von Massnahmen zu Gunsten prioritärer Vogelarten, denen mit Lebensraumschutz alleine nicht geholfen werden kann. Gemeinsam mit BirdLife Schweiz und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) koordiniert das Ressort zudem das „Programm Artenförderung Vögel Schweiz“.